Aktualisiert 9. Februar 2022 von Thomas

Trinkgeld in Thailand: Wie viel, wo und wann?

Das ist mein Guide zum Trinkgeld in Thailand.

Es geht um das richtige Trinkgeld in allen Situationen, vom Essen in einem Restaurant bis zur Fahrt mit einem Tuk Tuk.

Dazu kommen andere häufige Themen, zum Beispiel die Reinigung im Hotel, Massagen und die Fahrt mit einem Taxi.

Ich fange mit dem Essen an.

1. Trinkgeld in Restaurants, Streetfood und Cafes

Phuket Town: Das Personal rechnet mit einem Trinkgeld von Reisenden.

Einheimische geben in Thailand selten bis gar kein Trinkgeld.

Das ist in touristischen Orten anders. 

In westlich angehauchte Restaurants, Cafes und Bars berechnen sogar eine Service Fee.

Sie macht meistens 10 % aus. Sie steht am Eingang oder in der Speisekarte, falls in der Speisekarte nichts angeschrieben ist, dann fällt auch keine Service-Fee an. Restaurants mit einer Service-Fee verlangen gerne noch zusätzlich 7 % Steuern.

Einheimische Restaurants machen das so gut wie nie.

Bestellst du Streetfood um 100 Thai Baht, bezahlst du normalerweise den genauen Preis. 

In Cafes siehst du oft eine Tip-Box am Tresen für Coffee To Go. Du kannst auch deine Rechnung aufrunden.

Das Trinkgeld gibst du dem Personal in Thai Baht Geldscheinen oder mit einem 1 US-Dollar Geldschein. Tausche aber auf keinen Fall extra dafür Euro in US-Dollar. Das ist teuer und unnötig.

Euro-Münzen sind ein Problem in Thailand, weil Wechselstuben keine Münzen in Thai Baht tauschen.

Mehr lesen: Geld wechseln in Thailand: So tauchst Du günstig Euro in Thai Baht!

2. Trinkgeld im Nightlife

Bangla Road in Phuket: Trinkgeld ist im Nightlife üblich.

Im Nightlife solltest du nach der ersten Bestellung gleich ein kleines Trinkgeld geben.

Das macht die zukünftigen Bestellungen schneller.

Falls du eine gesammelte Rechnung zum Schluss bekommst, kannst du entweder einen 50 Bahn oder 100 Baht Geldschein dalassen oder ein Trinkgeld von 10 % der Rechnungssumme geben.

Es kommt darauf an, was deiner Meinung nach passt.

Mehr lesen: Thai Essen: 77 Spezialitäten aus der Küche von Thailand!

3. Reinigung im Hotel

Vom 5 Sterne Hotel in Bangkokg bis zur kleinen Pension in Chiang Mai, in Thailand freut sich das Personal über ein Trinkgeld.

Das Reinigungspersonal in thailändischen Hotels freut sich über ein Trinkgeld.

Ein Trinkgeld zwischen 20 und 50 Thai Baht pro Urlaubstag ist in Thailand für das Reinigungspersonal normal.

Die genaue Höhe hängt von der Hotelkategorie ab, in einem 5 Sterne High-Class Hotel gibst du mehr.

Du kannst das Trinkgeld mit einer Nachricht auf dem Kopfpolster liegen lassen oder dem Reinigungspersonal direkt geben.

Mehr lesen: Die komplette Check- und Packliste für eine Reise nach Thailand!

4. Concierge, Page und Zimmerservice

Strandresort in Krabi: In Luxushotels gelten die internationalen Regeln.

Für ins Zimmer getragene Koffer ist ein Trinkgeld von 20 bis 50 Thai Baht in Thailand normal.

Ein Concierge in einem thailändischen Hotel erwartet für kleine Auskünfte kein Trinkgeld. Das ist zum Beispiel eine Frage nach dem nächsten offenen guten Restaurant, einem Supermarkt oder dem öffentlichen Verkehr. 

Reserviert ein Concierge für dich einen Tisch in einem Restaurant oder kümmert sich um ähnliche mittlere Aufgaben, solltest du ein Trinkgeld von 20 bis 50 Thai Baht geben.

Für größere Aufgaben, zum Beispiel die Reservierung von Tickets in einem exklusiven Restaurant, Shows oder ähnlichen Dingen, solltest du ein höheres Trinkgeld geben.

Pro Bestellungen mit dem Zimmerservice ist ein ebenfalls ein Trinkgeld zwischen 20 und 50 Thai Baht normal.

Mehr lesen: 25 schönsten Sehenswürdigkeiten in Thailand, die Du sehen musst!

5. Massagen, Beauty und Wellness

Massage am Strand: Gib deiner Masseurin direkt nach der Massage Trinkgeld in bar.

Eine Massage findest du in Thailand am Strand ab 200 Thai Baht.

In den größeren Touristenorten ist ein Preis von mehr als 300 Thai Baht üblich. In guten Salons, zum Beispiel in Bangkok, bezahlst du natürlich entsprechend mehr.

Das gilt auch für die Massagen in den Resorts. Dort musst du mit einem Preis von mehr als 50 € rechnen.

In den kleinen Massageläden, am Strand und den durchschnittlich guten Salons bezahlst du nach der Massage.

Deinen Masseuren kannst du ein Trinkgeld direkt in die Hand geben, zum Beispiel 20 Thai Baht für eine 200 Thai Baht Massage.

Das Personal rechnet nicht fest damit, freut sich aber darüber. Das Festgehalt in den Salons oft gering.

6. Taxi und Tuk Tuk in Thailand

Tuk Tuk in Bangkok: Du bezahlst als Tourist meistens sowieso schon viel zu viel.

Fährt dein Taxifahrer mit eingeschalteten Taxameter? Dann kannst du gerne die Rechnung zum Schluss aufrunden.

Fährst du nach einem vom Fahrer vorgeschlagenen Preis, kannst du dir sicher sein, dass er schon als ein normales Trinkgeld einberechnet hat.

Tuk Tuk Fahrer verlangen von Touristen ebenfalls deutlich mehr als von Einheimischen. Ohne ein Trinkgeld musst du nach der Fahrt mit einem Tuk Tuk gar kein schlechtes Gewissen haben.

Sie gehören leider zu den größten Touristenfallen in Thailand.

Grab ist das Uber von Thailand. In der App kannst du nach der Fahrt ein Trinkgeld überweisen. Das geht wie mit Uber.

7. Trinkgeld mit Karte

Du kannst Trinkgeld mit einer Karte geben. In bar kommt es mit Sicherheit an.

Ein Trinkgeld mit der Karte ist in immer mehr Läden in Thailand möglich.

Du sagst bei der Abrechnung, wie viel es sein sollte. Ein System mit einem festen Trinkgeld von 10 %, 15 % und 20 % auf dem Kartenlesegerät gibt es in Thailand nicht.

Falls du sicher sein möchtest, dass das Geld wirklich beim Personal ankommt, solltest du das Trinkgeld in bar geben.

Mehr lesen: Geld abheben in Thailand: So vermeidest Du hohe Gebühren!

8. Reiseführer in Thailand

Busfahrer und Reiseführer rechnen mit einem Trinkgeld.

Früher haben Reiseführer in Thailand mit keinem Trinkgeld gerechnet. 

Das ist lange vorbei.

Das liegt am zunehmenden Tourismus aus Europa, Nordamerika und Australien.

Ein Trinkgeld von zumindest 50 Thai Baht bis 100 Thai Baht ist für Reiseführer inzwischen normal. Es kann abhängig von der Art der Reise auch deutlich mehr sein.

Du kannst es ihnen direkt in bar am Ende der Reise geben.

Reisebusse haben eine Box mit der englischen Aufschrift Tips (Trinkgeld) am Ausgang, die Reiseführer erwähnen sie gerne zusammen mit der guten Arbeit der Busfahrer. 

9. Flughafentransfer

Trinkgeld kann auch Schmiergeld sein, zum Beispiel für den Eintritt zum Flugzeugfriedhof in Bangkok.

Fahrer von Flughafenshuttles haben einen Korb für Trinkgeld am Ausgang von ihren Bussen.

Sie rechnen zumindest mit einer kleinen Anerkennung und kümmern sich immer um das Ein- und Ausladen der Koffer aus dem Bus.

Du kannst das Trinkgeld in den Korb werfen oder dem Fahrer direkt geben. Das kommt auf dich an.

Den Fahrern von Privat-Transfers gibst du ein Trinkgeld nach der Ankunft im Hotel oder umgekehrt im Flughafen.

10. Supermarkt in Thailand

Stände mit Souvenirs: In einem normalen Supermarkt ist kein Trinkgeld notwendig.

In einem normalen Supermarkt ist in Thailand kein Trinkgeld üblich.

Du bezahlst einfach normal deine Rechnung und das war es.

Ein Trinkgeld kannst du geben, falls sich das Personal besonders gut um dich kümmert.

Packt zum Beispiel ein Laden deine Mitbringsel besonders gut für den Rückflug aus Thailand ein, kannst du schon etwas dazugeben.

Fazit

Ich hoffe, mit dem Guide sind alle wichtigen Fragen zum Trinkgeld in Thailand klar.

Die Sitten dafür sind in den Touristenorten fast identisch mit Deutschland. Die Trinkgeldkultur kommt in Thailand auch mehr von den Reisenden, die sie verbreitet haben.

Es gibt deswegen in Restaurants, Cafes und von Reiseführern eine gewisse Erwartungshaltung.

Ein Trinkgeld ist aber auf keinen Fall verpflichtend, so wie in den USA. Einheimische würden von Einheimischen kein Trinkgeld erwarten.

Die Höhe kommt deswegen alleine auf dich an.

Zum Schluss bist du an der Reihe:

Was ist deine Meinung zum Trinkgeld in Thailand?

Welche Erfahrungen hast du damit gemacht und wie viel gibst du?

Lass es uns unten in den Kommentaren wissen.

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Thomas


Hi, ich bin Thomas. Ich reise jedes Jahr in mehr als 20 Länder. Hier teile ich meine Tipps, wie auch du mühelos viel von der Welt siehst.

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