Aktualisiert 3. Mai 2022 von Thomas

Geld wechseln in London: So vermeidest Du hohe Gebühren!

Das ist mein kompletter Guide zum Geld wechseln in London

Es geht darum, wie du möglichst günstig Euro in Britische Pfund tauschst und alle häufigen Fragen.

Dazu kommen meine Tipps zum Bezahlen mit einer Karte, weil in London immer weniger Läden und Lokale Bargeld annehmen.

Ich fange mit der häufigsten Frage an:

1. Soll ich Euro in Britische Pfund zu Hause oder in London tauschen?

Wechselstube (Exchange) nahe dem Piccadilly Circus: Das Geld wechseln ist in London günstiger.

Das Geld wechseln ist in London günstiger als zu Hause in Deutschland.

Der Aufschlag von deutschen Wechselstuben, Banken und Online-Reisebanken auf den Kurs zwischen dem Euro und Britischen Pfund ist deutlich höher als in England.

Das ist eine allgemein gültige Regel für alle Länder.

Deutsche Banken müssen erst Britische Pfund importieren, auf Lager halten und verkaufen. Das kostet Geld. Das ist nicht ihr Tagesschäft.

Und die Wechselstuben im Flughafen nutzen ihre Monopolstellung aus.

Rechne in Deutschland mit einem Aufschlag von mehr als 10 % auf den echten Kurs zwischen dem Euro und Britischen Pfund. 

Das geht in London deutlich günstiger. Ich erkläre dir noch, wie das mit einem Aufschlag von weniger als 0,4 % auf den echten Wechselkurs geht.

Wichtig: Das Geld wechseln ist in London deutlich günstiger als zu Hause in Deutschland.

2. Wie finde ich eine gute Wechselstube in London?

Vergleiche immer die Konditionen der Wechselstuben. Achte darauf, ob sie eine Komission verlangen.

Die schlechteste Wechselstube in London ist die erste Wechselstube, die du in den Flughäfen Gatwick, Luton, Stanstead, London City oder Heathrow siehst.

Ich habe das letzte Mal in der "Change Money" Flughafen Exchanges in Gatwick einen Kurs von 1,51 Euro für 1 Britisches Pfund gesehen.

Sie haben zusätzlich eine Kommission von 7 % für Transaktionen unter 300 Britischen Pfund verlangt. Damit haben wir einen Kurs von 1,62 Euro für ein Britisches Pfund. 

Es gibt zunehmend weniger Wechselstuben (Exchanges) in London.

Du musst sie mit Google Maps suchen. Dadurch siehst du gleich die Bewertungen, alles unter 4 Sternen würde ich meiden.

Wechselstuben findest du entlang der Straße "Strand", rund um den Piccadilly Circus und in auf Reisende ausgerichteten Shoppingcentern, zum Beispiel im Kaufhaus Harrods.

Die günstigste Wechselstube, die ich an dem Tag im Zentrum von London gefunden habe, hatte ohne Kommission einen Kurs von 1,24 Euro für 1 Britisches Pfund.

Der Tageskurs von Visa Kreditkarten war an dem Tag 1,2105 Euro für 1 Britisches Pfund. Deine Bank kann noch eine Fremdwährungsgebühr von bis zu 4 % verlangen. Wie du sie vermeidest, erkläre ich noch.

Kurz und gut.

Für das Wechseln von 300 € hättest du mit einer gebührenfreien Visa Kreditkarte 61,59 Britische Pfund mehr bekommen als in der schlechtesten Wechselstube im Flughafen in London.

Und 6,02 Britische Pfund mehr mit einer Kreditkarte, als in der besten Wechselstube, die ich im Zentrum gefunden habe.

Deswegen empfehle ich in London das Geld abheben oder das Bezahlen mit einer Karte.  

Wichtig! Meide die Wechselstuben in den Flughäfen von London. Tausche Geld im Zentrum. Bezahle am besten gleich mit einer Karte.

3. No Cash, du brauchst eine Kreditkarte in London

Card Only: Packe zumindest eine echte Kreditkarte ein.

"Cards Only" ist das typische Schild am Eingang von Läden in London.

Du brauchst für Reisen nach London deswegen eine Karte, sei es für das Frühstück im The Breakfast Club, einen Donut oder den Eintritt zu Sehenswürdigkeiten. 

Ohne geht es nicht.

Visa lässt V-Pay Girokarten seit 2020 auslaufen.

Mastercard hat die Ausgabe von neuen Maestro Girokarten mit 2023 eingestellt. 

Die Annahmerate deutscher Girokarten im Ausland sinkt zunehmend, in London speziell, weil das Vereinigte Königreich nicht mehr zur EU gehört.

Bei Trends ist England Deutschland einige Jahre voraus. Rechne damit in Zukunft auch in Deutschland. 

Zum Beispiel haben die dutzenden Filialen von Nandos nur einen QR-Code am Tisch, mit dem du online das Menü siehst und die Bestellung am Smartphone mit einer Kreditkarte bezahlst. 

Kellner siehst du nur einmal, wenn das Essen kommt, nicht für die Speisekarte, nicht für die Bestellung und nicht zum Bezahlen. 

No Cash! Du brauchst in London eine Kreditkarte. Immer weniger Läden nehmen Bargeld an.

4. Vorsicht: Touristenfalle DCC

Kartenlesegerät der London Underground: Rechne alle Transaktionen in Britischen Pfund ab.

Die meisten Gebühren für das Bezahlen mit einer Karte kommen von deiner eigenen Bank.

Ich erkläre noch, wie du sie vermeidest. 

Ich fange zuerst mit der häufigsten Touristenfalle der Welt an, der Dynamic Currency Conversion.

Sie betrifft eine von fünf Zahlungen mit einer Karte in einer Fremdwährung.

Siehst du auf einem Kartenlesegerät in London die Frage: "In Euro oder in Britischen Pfund bezahlen?", dann wähle immer Britische Pfund aus.

Bezahlst du außerhalb der Euro-Zone in Euro, darf der Betreiber von Geldautomaten, das nette Restaurant in London oder der Online-Shop von einer Sehenswürdigkeit den Wechselkurs festlegen.

Das ist kein Service!

Der DCC-Kurs ist im Vergleich zum guten Tageskurs von Visa und Mastercard 4 % bis 13 % schlechter! Denke daran, dass der Kurs von Visa im Schnitt weniger als  0,4 % vom echten Marktpreis abweicht.

Das Restaurant bekommt dafür sogar eine Provision ...

Eine andere Version der Frage ist: "Mit einem garantiert festgelegten Wechselkurs abrechnen?". Klicke auf nein.

Lasse Visa oder Mastercard das Geld wechseln erledigen.

Wichtig! Rechne in London alle Transaktionen mit einer Karte in Britischen Pfund ab, sonst fallen hohe zusätzliche Gebühren an.

5. Fremdwährungs- und Geldautomatengebühr vermeiden

Vergleiche die Konditionen von deinen Karten. Die meisten Gebühren kommen von deiner Bank.

Beim Bezahlen mit einer Karte im Ausland ist eine Fremdwährungsgebühr von 0 bis 4 % möglich. Sie hängt von deiner Bank ab, nicht von Visa, Mastercard oder Banken aus London.

Die Geldautomatengebühr von 0 bis 10 € kommt ebenfalls von deiner Bank, nicht von Geldautomaten in London. 

Entlang den Straßen siehst du in London Geldautomaten (ATM) mit der Aufschrift "Free Cash Withdrawal" (Geld abheben kostenlos).

Nur Kreditkarten von American Express und Diners Card aus Deutschland haben immer Währungs- und Geldautomatengebühren.

Die Gebühren kosten auf Dauer Geld. 

Du kannst sie vermeiden.

Vergleiche im ersten Schritt die Gebühren von deinen Karten.

Im Idealfall hast du schon eine gebührenfreie Kreditkarte für Reisen.

Falls nicht, gibt es kostenlose Auswege.

Es gibt in Deutschland dauerhaft von der Jahresgebühr befreite Kreditkarten für Reisen.

Eine gute Reisekreditkarte darf keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühr, keine Geldautomatengebühr und keinen Aufschlag auf den Wechselkurs von Visa haben.

Die Abrechnung sollte ohne Kontowechsel funktionieren, im Idealfall mit einem Rahmen für die Kaution von Hotels, einem Mietwagen oder unerwartete Ausgaben.

In meinem Vergleich der besten Reisekreditkarten erfüllt die Genial Visa Card von der Hanseatic Bank die Konditionen seit Jahren am besten.

Das kann die Karte:

  • Keine Jahresgebühr: Dauerhaft, ohne Mindestumsatz.
  • Keine Auslandsgebühr: Bezahle weltweit ohne Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr, natürlich auch in Britischen Pfund.
  • Keine Geldautomatengebühr: Keine Gebühren für das Geld abheben in London, dem Vereinigten Königreich und im Rest der Welt von der Hanseatic.
  • Kein Kontowechsel: Trotzdem mit einer 100 % automatischen Abrechnung oder monatlichen Teilzahlung ab 20 € per Einstellung in der App ohne Kontowechsel zur Hanseatic.
  • Visa Wechselkurs: Ohne Aufschlag von der Hanseatic.
  • Echte Kreditkarte: Mit einem Rahmen von bis zu 2.500 €.
  • Online-Shopping ohne Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr. 
  • Kostenlose Zusatzkarte. 
  • 5 % Rabatt im Reiseportal der Hanseatic.

Den Antrag der Genial Card funktioniert von zu Hause mit einer Online-Sofortentscheidung mit Video-Ident.

Das geht mit deinem Smartphone ohne Papierkram.

Deine neue Kreditkarte kommt danach in einigen Werktagen mit der Post nach Hause.

Der Hauptgrund, weshalb die Genial Card auf dem ersten Platz in meinem Vergleich von Reisekreditkarten steht, ist die automatische Abrechnung.

Sie funktioniert ohne Kontowechsel zur Hanseatic automatisch. Mit einem vollen monatlichen automatischen Ausgleich gibt es keine Zinsen und damit tatsächlich keine zusätzlichen Kosten.

Alternativ wechselst du in der Hanseatic App zwischen dem vollen Ausgleich und einer Teilzahlung ab 20 € pro Monat - falls du den Rahmen brauchst.

Mir haben meine Reisekreditkarten in den letzten Jahren hunderte Euro gespart. Okay. Ich reise jährlich in mehr als 20 Länder.

Eine echte Kreditkarte für Reisen empfehle ich trotzdem allen, speziell für London, weil du sie brauchst. 

Das kostet nichts und spart dauerhaft viel Geld.

Mit der Genial Card weicht dein Wechselkurs im Schnitt in Zukunft weniger als 0,4 % vom echten Marktpreis zwischen dem Euro und Britischen Pfund ab. 

Zum Antrag: Hier ist der Link zum Online-Antrag der Genial Visa Card von der Hanseatic Bank.

Meine Meinung

Ich hoffe, du hast alle Antworten auf deine Fragen zum Geld wechseln in London gefunden.

Tausche Bargeld erst in London außerhalb vom Flughafen. Bezahle möglichst alles mit einer Kreditkarte. "No Cash" ist sowieso ein großes Thema.

Du brauchst deswegen eine Karte, die in London funktioniert und möglichst keine Gebühren hat.

Bezahlst du mit einer Karte, rechne alle Transaktionen in Britischen Pfund ab.

Mit den Tipps sparst du dauerhaft eine Menge Geld, nicht nur in London.

Falls du dazu noch eine Frage hast, zur Genial Visa Card oder eigene Erfahrungen teilen möchtest, schreibe mir gerne unten in den Kommentaren.

Ich wünsche dir noch eine schöne Reise nach London.

FAQ (Häufige Fragen)

Kann man in London noch mit Euro bezahlen?

Nein. Das Bezahlen mit Euro ist in London nur in Ausnahmefällen möglich. Die Briten haben Euro noch nie gerne angenommen. Seit dem Brexit ist der Euro sogar in den touristischen Orten als Zahlungsmittel verschwunden. Zusätzlich nehmen immer weniger Läden in London überhaupt Bargeld an. In London bezahlt man mit einer Karte.

Wie bezahlt man am besten in London?

Man bezahlt in London am besten mit einer Kreditkarte. Wähle bei der Währung der Transaktion immer Britische Pfund aus. Der Wechselkurs von Visa und Mastercard ist günstiger als der Kurs von lokalen Geldautomaten, einem Restaurant oder Online-Shop. Das Schild "No Cash" kommt in London zunehmend vor. Bargeld nehmen immer weniger Läden an. Packe deswegen eine Kreditkarte in London ein.

Ist es in London teuer?

London gehört zu den teuersten Städten der Welt. Rechne mit einem Budget von mehr als 150 € pro Tag pro Person für eine durchschnittliche Städtereise in die Hauptstadt des Vereinigten Königreichs. Zum Beispiel kostet ein zentrales 3 Sterne Hotel in London mit guten Bewertungen mehr als 100 €, ein Essen in einem Restaurant rund 20 € und der Eintritt zu bekannten Sehenswürdigkeiten mehr als 30 €.

Kann man in London mit einer EC-Karte bezahlen?

Mit einer EC-Karte ist heute immer eine Girokarte gemeint. Visa lässt V-Pay Girokarten seit 2020 auslaufen. Mastercard hat die Ausgabe von neuen Maestro Girokarten mit 2023 eingestellt. Man kann mit EC-Karten deswegen in London immer seltener bezahlen. Für eine Reise nach London empfehle ich deswegen eine echte Kreditkarte.

Hat dir der Beitrag gefallen?

Thomas


Hi, ich bin Thomas. Ich reise jedes Jahr in mehr als 20 Länder. Hier teile ich meine Tipps, wie auch du mühelos viel von der Welt siehst.

Verwandte Beiträge

  • Das ist wirklich mal eine Top Beschreibung zum Thema Geld wechseln in London.
    Danke, Thomas. Das ist sehr, sehr hilfreich.
    Du bietest damit vielen Leuten einen tollen Support.
    Danke dafür.
    LG Andreas

  • {"email":"Email address invalid","url":"Website address invalid","required":"Required field missing"}
    >