Kroatische Währung Kuna: Geld auf einem Blick für Touristen

Kroatiens Währung ist der Kuna (HRK).

Für Reisen ist der Kuna ein notwendiges Zahlungsmittel. Mit Euro kann man zwar in den Badeorten zahlen, Geld wechseln ist trotzdem günstiger.

Hier habe ich alle nützlichen Ratschläge zum Geld in Kroatien gesammelt.

Dazu gehört das Aussehen der kroatischen Geldscheine und Münzen, typische Touristenfallen, das einfache Wechseln von Euro in Kuna, Geld abheben in Kroatien, die Zahlung mit EC- und Kreditkarten und die Überweisung von Geld nach Kroatien.

Ich fange zuerst mit den kroatischen Geldscheinen und Münzen an.

1. Kuna Geldscheine und Münzen

Ein Kroatischer Kuna ist in 100 Lipa unterteilt.

  • Geldscheine haben einen Wert von 10, 20, 50, 100, 200, 500 und 1000 Kroatischen Kuna. (Die 5 Kuna Banknote ist seit 2008 nicht mehr im Umlauf)
  • Münzen haben einen Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Lipa und einen Wert von 1, 2, 5 und 25 Kuna.

Die Kroatischen Geldscheine zeigen historische Bauwerke aus der Geschichte von Kroatien. Dazu gehört zum Beispiel das Amphitheater in Pula (10 Kuna), der Diokletianspalast in Split (500 Kuna) und eine Ansicht der Burgmauern von Dubrovnik (50 Kuna). Die Geldscheine haben moderne Sicherheitsmerkmale. Sie erinnern ein wenig an die alten DM Scheine aus Deutschland.

Lipa Münzen haben einen glatten Rand. Die Kuna Münzen sind am Rand gerippt. Sie zeigen auf einer Seite den Wert und auf der anderen Seite typische Pflanzen und Tiere aus Kroatien. Detaillierte Bilder zeigt die Kroatische Nationalbank.

2. Zahlen in Restaurants, Geschäften und anderen Orten in Kroatien

Kroatische Kuna Münzen und Geldscheine

Touristische kroatische Restaurants in Badeorten akzeptieren mit einer hohen Wahrscheinlichkeit Euro. Kleine Restaurants, Familiengeführte Hotels und Apartments akzeptieren oft nur Kroatische Kuna in Bar.

Das Geld wechseln ist in Kroatien meist günstiger als der Wechselkurs der Restaurants. Für kleine Restaurants ist sowieso Bargeld notwendig.

Meine Empfehlung ist deswegen das Wechseln von Euro in Kroatische Kuna und als Backup eine Kreditkarte zum Zahlen.

Hier habe ich schnell noch Tipps zum Zahlen:

  1. Trinkgeld: 10% sind in kroatischen Restaurants üblich. Runde für Taxifahrer auf. Bars verlangen kein Trinkgeld.
  2. Bargeld: viele kleine Läden akzeptieren nur Bargeld.
  3. Kreditkarten und EC-Karten: V Pay und Maestro EC-Karten, Visa und Mastercard funktioniert ohne Probleme. Denke daran, dass nicht alle Läden Karten akzeptieren.
  4. Geldautomaten: stehen in allen Hauptstraßen.

3. Geld wechseln in Wechselstuben

Kroatische Münzen und Scheine auf einem Tisch

Schon vor der kroatischen Grenze stehen Wechselstuben entlang der Autobahn in Slowenien. Dasselbe gilt für die Rückfahrt aus Kroatien nach Slowenien. Die Wechselstuben haben einen sehr schlechten Kurs. Wechsele dort nur übrig gebliebenes Geld, dass du während der Heimreise noch tauschen möchtest.

Alle Raststätten entlang der Autobahn akzeptieren Kreditkarten.

Weil es viele Banken und Geldautomaten gibt, sind Wechselstuben generell selten.

Die Wechselstuben werben in den Badeorten und Städten alle mit der Aufschrift: „Keine Kommission“. Leider ist ihr Kurs fast immer miserabel. Umso kleiner die Wechselstube ist, umso schlechter ist der Wechselkurs.

In Geschäften, Restaurants und Hotels ist der Wechselkurs noch schlechter.

Günstiger ist in Kroatien das Geld abheben mit einem Automaten. Dabei gibt es eine weit verbreitete Touristenfalle.

4. Geldautomaten und Geld abheben in Kroatien

50 Kroatische Kuna Geldschein und eine Lipa Münze

Banken aus Österreich haben in allen kroatischen Badeorten und Städten eine Filiale. Die Erste Bank und Raiffeisen ist besonders gut vertreten.

Geldautomaten gehören entweder zu Banken oder stehen nahe Restaurants, an der Promenade und Läden.

Die meisten Deutschen Banken verlangen eine Fremdautomatengebühr zwischen 4 und 6€ pro Transaktion. Dazu kommt eine Fremdwährungsgebühr zwischen 1 bis 3% der Transaktionssumme. Die Höhe der Gebühr richtet sich nach deinen Konditionen. Mit Reisekreditkarten ist das Geld abheben kostenlos.

Meide nur die Geldautomaten in den kroatischen Flughäfen. Sie verlangen oft eine zusätzliche Gebühr für das Geld abheben.

Die Automaten in den kroatischen Touristenorten und Städten sind mit einer Einschränkung alle okay:

Wichtig: rechne immer alle Transaktionen in Kroatischen Kuna ab anstatt mit Euro! Das gilt für alle Geldautomaten und die Kartenzahlung. Rechnest du in Euro ab, darf der Automatenbetreiber den Wechselkurs festlegen. Das vermeintliche Service kostet dich durchaus 10% der abgehobenen oder gezahlten Summe. Die „Dynamic Currency Conversion“ ist meiner Meinung nach die weltweit am meisten verbreitete Touristenfalle. Besonders verlockend ist die Abrechnung in Euro mit Automaten der Ersten Bank, von Raiffeisen und Euronet.

5. EC-Karten und Kreditkarten in Kroatien

Kroatische Währung Kuna mit Geldscheinen und Münzen auf einem Tisch

Kroatien gehört zur EU.

Deswegen funktionieren V Pay EC-Karten in Kroatien ohne Probleme. Maestro EC-Karten musst du nicht für das Ausland freischalten lassen.

Visa und Mastercard ist gleich weit verbreitet wie in Deutschland. American Express ist selten, Diners Card ist sehr selten.

Ich erinnere noch einmal daran, dass viele kleine Restaurants, familiengeführte Hotels und Apartments nur Bargeld akzeptieren.

6. Touristenfallen beim Geldwechseln in Kroatien

Geldschein aus Kroatien mit der Aufschrift 50 Kuna

In Kroatien gibt es keine Landesspezifischen Probleme mit dem Geld wechseln. Es sind die typischen internationalen Touristenfallen möglich:

  • Wechselstuben: frage vorab immer nach dem Wechselkurs, frage zur Sicherheit noch einmal, ob keine Kommission anfällt, kenne den Tagesaktuellen Wechselkurs und rechne immer das Geld nach. Die Wechselstuben an der Grenze und im Flughafen sind wie immer teuer.
  • Flughafen-Geldautomat und Wechselstuben: die Automaten im Flughafen haben oft einen voreingestellten Wechselkurs oder voreingestellte Gebühren. Hebe das Geld erst außerhalb des Terminals ab.
  • Manipulation: manipulierte Geldautomaten sind in Kroatien genauso häufig wie in Deutschland.
  • Sicherheit: das Geld abheben um 2.00 in der Nacht in einer dunklen Seitengasse ist auch in Kroatien keine gute Idee.
  • Restaurant: achte immer darauf in welcher Währung der Preis in der Speisekarte angeschrieben ist.

7. Geld nach Kroatien überweisen

Kroatische Kuna Geldscheine und Münzen (Specism)

Kroatien gehört zur EU und nutzt das SEPA System.

Kroatische Konten haben einen 21-stelligen IBAN, der mit HR anfängt und einen BIC Code zur Identifizierung der Bank.

Dadurch entfallen zum Glück einige Gebühren im internationalen Geldverkehr.

Deutsche Banken verlangen trotzdem auf 1.000€ gerechnet Gebühren von 40 bis 60€. Das liegt am in der Regel schlechten Wechselkurs in Kombination mit Fremdwährungsgebühren. Besonders kleine Banken ohne ein internationales Netzwerk schlagen gut zu.

Lasse immer deine Bank in Deutschland vorher Euro in Kroatische Kuna wechseln. Sonst darf das die Bank in Kroatien machen. Dadurch kommt mit Sicherheit der falsche Betrag am anderen Konto an, weil die kroatische Bank eigene Gebühren und einen eigenen Wechselkurs verlangen darf.

Vergleiche immer den Wechselkurs deiner Bank mit internationalen Zahlungsdienstleistern. Meine Empfehlung ist Transferwise. Die erste Überweisung nach Kroatien ist mit Transferwise immer kostenlos. Künftige Transaktionen kosten auf 1.000€ gerechnet rund 5 bis 10€.

Sie rechnen das Geld mit der Mid-Market-Rate (Mittleren-Devisenkurs) um. Das ist der fairste Kurs, mit dem zwei Handelspartner Geld tauschen können.

Hinter Transferwise steht Peter Thiel, einer der Gründer von PayPal, als einer der ersten Investoren.

Du siehst direkt auf der Kuna Startseite von Transferwise ohne Anmeldung, wie hoch die Gebühren für eine Transaktion nach Kroatien ausfallen.

8. Ein- und Ausfuhr von Bargeld nach Kroatien

1 Kuna Münze und 50 Kuna Geldschein (Specism)

Kroatien gehört zur EU aber nicht zum Schengen-Raum.

Deswegen gibt es an der kroatischen Grenze regelmäßig Kontrollen.

Die Ein- und Ausfuhr von Bargeld unterliegt den Regeln der Europäischen Union.

Die Mitnahme von mehr als 10.000€ Bargeld muss der Zollbehörde gemeldet werden. Das gilt für die Ein- und Ausreise nach Kroatien und die Ein- und Ausreise aus der EU.

Mehr zu den Einreise- und Zollbestimmungen von Kroatien schreibt das Auswärtige Amt.

9. Geschichte des Kroatischen Kuna

Teilaufnahme eines 50 Kroatischen Kuna Geldschein (Specism)

Der Kuna ist seit der Gründung von Kroatien, nachdem jugoslawischen Bürgerkrieg die Landeswährung. Zwischen 1991 und 1994 gab es noch den Kroatischen Dinar als Übergangswährung.

Kuna ist das kroatische Wort für Marder. Das Fell der Tiere war im Mittelalter eine Währung im heutigen kroatischen Staatsgebiet. Die erste Erwähnung stammt aus dem Jahr 1018. Lipa ist das kroatische Wort für Linde.

Staatskrisen und Inflation in Kroatien

Der Kroatische Kuna ist eine stabile Währung.

Es gab seit der Einführung des Kuna keine extremen Währungsschwankungen.

Die Inflation ist gering.

10. Einführung des Euro in Kroatien

Münze mit der Aufschrift Kuna aus Kroatien

Die Abwicklung wichtiger Geschäfte erfolgt seit Beginn des EU-Beitritts von Kroatien häufig in Euro.

Im täglichen Leben sind Preisangaben in Euro üblich. Das gilt besonders für die Badeorte.

Die gesetzlichen Vorschriften in Kroatien schreiben trotzdem die Bezahlung und Abrechnung in Kuna vor.

Zum Euro Beitritt gibt es laut dem kroatischen Notenbankchef Boris Vujcic nach wie vor Widerstände. Die Einführung des Euro wurde bereits in der Vergangenheit mehrmals verschoben.

Der Beitritt zur Eurozone ist frühestens 2023 möglich. Die Voraussetzung dafür ist, dass Kroatien ab 2020 dem Wechselkursmechanismus II beitritt.

Fazit zum Geld in Kroatien

Kroatien hat eine eigene Währung.

Sie ist als Zahlungsmittel im Land unumgänglich.

Kleine Restaurants, familiengeführte Hotels und Apartments akzeptieren nur Bargeld.

Das Geld abheben und Geld wechseln ist günstiger als die Zahlung von Rechnungen mit Euro.

EC- und Kreditkarten funktionieren in Kroatien gut.

Meide die Wechselstuben an der Grenze, entlang der Autobahn und im Flughafen. Ihr Kurs ist noch schlechter als in den Wechselstuben in den Badeorten.

Rechne in Kroatien alle Transaktionen mit Geldautomaten und Kartenlesegeräten in Kroatischen Kuna ab. Rechnest du in Euro ab, fallen zusätzliche Gebühren an.

Mit den paar Grundsätzen funktioniert das Geld wechseln und Zahlen in Kroatien einfach.

Der Euro wird den Kuna auch in den nächsten Jahren nicht als Landeswährung ablösen.

Falls du noch eine Frage zum Kroatischen Kuna, dem Geld in Kroatien aoder eigene Ratschläge hast, dann schreibe mir kurz in den Kommentaren.

Ich wünsche dir abschließend eine schöne Reise.

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Thomas
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Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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