Aktualisiert 6. Mai 2020 von Thomas

​Euro nehmen viele Läden in der Schweiz an.

​​Das kostet extra. Der Wechselkurs ist meistens schlecht. Das Rückgeld kommt in Franken zurück.

​Deswegen ist das Wechseln von Euro in Schweizer Franken günstiger. ​

​​Damit alles einfach, günstig und ohne Touristenfallen funktioniert, habe ich hier die wichtigsten Tipps gesammelt.

Eine Rechnung aus einem Restaruant in der Schweiz in Schweizer Franken

Das Geld wechseln ist in der Schweiz günstiger.

1. ​Soll ich schon in Deutschland Euro in Schweizer Franken welchen?

Nein. Das ist keine gute Idee. Deutsche Banken haben einen schlechteren Wechselkurs als Banken in der Schweiz. ​

​Deutsche Banken müssen Schweizer Banken erst importieren, auf Lager halten und verteilen. Die Kosten dafür geben sie an ihren Kunden weiter. In der Schweiz sind Schweizer Franken schon da. Euro nimmst du mit. 

​Wechsle das Geld in der Schweiz! ​Deutsche Banken haben an der Grenze meistens Schweizer Franken auf Lager. Banken in anderen Regionen müssen Franken erst bestellen. Beide Optionen sind teurer als das Geld wechseln in der Schweiz.

Schweizer Flagge in einer Fußgängerzone in der Innenstadt

Das Geld wechseln ist in der Innenstadt günstiger. Meide die Wechselstuben im Flughafen und Bahnhof.

2. Banken und Wechselstuben verlangen in der Schweiz oft eine Service-Gebühr​​

​​Das Wechseln von Bargeld ist in Banken in der Schweiz am günstigsten. Danach kommen erst Wechselstuben. Die Wechselstuben und Western Union Läden in den Flughäfen und Bahnhöfen sind meistens am teuersten. ​Der Kurs ist oft 10% ​schlechter als in der Stadt. 

​Banken und Wechselstuben verlangen in der Schweiz normalerweise eine zusätzliche Service-Gebühr. ​Meistens kommt zum selbst festgelegten Kurs noch ein fester oder ein prozentualer Aufschlag dazu. Achte darauf. 

​Zahle im Idealfall gleich mit der Kreditkarte.

Zahle im Idealfall gleich mit der Kreditkarte. ​Karten von Visa und Mastercard haben im Schnitt den günstigsten Tageskurs. 

Filiale der Bank UBS mit einer Filiale von Credit Suisse im Hintergrund in der Schweiz

Zahle im Idealfall gleich mit der Karte. ​Hebe das Geld nur mit Automaten von normalen Banken​ ab und meide Touristengeldautomaten. 

3. ​​​Soll ich Geld abheben oder gleich mit der Karte zahlen?

Geldautomaten von normalen Banken haben in der Schweiz selten eine Eigengebühr. Das passiert höchstens im Flughafen im Bahnhof oder mit Touristengeldautomaten, zum Beispiel mit Euronet.

Die meisten Kosten kommen von deiner eigenen Bank. Die Fremdwährungsgebühr, Auslandseinsatzgebühr und Fremdautomatengebühr hängt von deiner Bank ab, nicht von Visa und Mastercard.

Deutsche Maestro und V-Pay Girokarten funktionieren in der Schweiz. Kreditkarten von Visa, Mastercard und American Express nehmen fast alle Läden an. Die Kartenzahlung ist in der Schweiz normaler als in Deutschland. 

Kreditkarten von Visa und von Mastercard haben den günstigsten Tageskurs. ​

​Vergleiche ​die Konditionen von deinen Kreditkarten: Sie sollten im Idealfall keine ​Fremdwährungsgebühr, Auslandseinsatzgebühr und keine Geldautomatengebühr haben.

Genf und der See in der Schweiz

Teure Touristengeldautomaten und DCC Fallen ​stehen leider auch in den schönsten Orten der Schweiz.

4. Vermeide die häufigste Touristenfalle in ​der Schweiz

Die Frage: "In Euro oder in der Landeswährung (Schweizer Franken) abrechnen?" ​ist die meiner Meinung nach häufigste Touristenfalle in der Schweiz. 

​Rechnest du außerhalb der Euro-Zone in Euro ab, darf der Betreiber der Geldautomaten und Kartenlesegeräten d​en Wechselkurs festlegen. Das System mit dem Namen Dynamic Currency Conversion ist kein Service. Der Kurs ist im Vergleich mit dem Tageskurs von Visa und Mastercard ​oft mehr als 10% schlechter. Zusätzlich kann deine Bank trotzdem eine Auslandseinsatzgebühr verlangen.

​Die Betreiber der Geldautomaten und Kartenlesegeräte bekommen für die DCC-Abfrage eine Provision.

Eine andere Version der Frage ist: „Mit einem garantiert festgelegten Wechselkurs abrechnen?“ Klicke auf nein. ​

Rechne in ​der Schweiz Kartenzahlungen immer in Schweizer Franken ab! Rechnest du in Euro ab, können hohe zusätzliche Gebühren anfallen. ​Das gilt für alle Geldautomaten und alle Kartenlesegeräte. Kreditkarten haben einen guten Kurs zwischen dem Euro und dem ​Schweizer Franken.

Hotel in den Bergen der Schweiz

Die meisten Gebühren kommen von deiner eigenen Bank. Das ist oft unnötig.

5. Fremdwährungsgebühr und Fremdautomatengebühr vermeiden

​​Deutsche Banken verlangen im Schnitt eine Fremdwährungs​gebühr zwischen 1 bis 3% der Transaktionssumme und eine Geldautomatengebühr zwischen 4 bis 10€. In der Schweiz ist ​zusätzlich eine Auslandseinsatzgebühr möglich​. 

Die Kosten lassen sich leicht vermeiden.

​Vergleiche dafür im ersten Schritt immer die Konditionen deiner Karten.​

Falls alle Karten schlechten Konditionen haben, ist eine dauerhafte gebührenfreie Reisekreditkarte mit einer 100%ig automatischen Abrechnung die einfachste Lösung ohne ​Kontowechsel. 

​Die meiner Meinung nach beste Karte ist momentan die​ Genial Visa Card von der Hanseatic Bank.

​​​Die Abrechnung der Karte funktioniert ohne einen Kontowechsel zu 100% automatisch. ​Es fällt dauerhaft mit der Kreditkarte keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühr, keine Auslandsgebühr und keine Geldautomatengebühr ​an. 

Das kann die Karte:

  • Dauerhaft gebührenfrei:​ dauerhaft ​ohne Jahresgebühr und ohne sonstige laufenden Kosten. 
  • Keine Fremdautomatengebühr: ​​​keine Gebühr für das Geld abheben in Deutschland, der Schweiz, Liechtenstein und dem Rest der Welt. 
  • Keine Fremdwährungsgebühr: zahle ​weltweit ohne Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr ​(natürlich auch in Schweizer Franken). 
  • ​100%ig automatischer Abrechnung ohne Kontowechsel. Dadurch gibt es keine vergessene Rechnung und damit auch keine zusätzlichen Kosten. ​Eine ​automatische ​oder Teilzahlung stellst du mit der ​Hanseatic App ein.
  • ​Bestellungen ohne Währungs- und Auslandsgebühren.
  • Kostenlose Zusatzkarte für Partner oder als Reservekarte.
  • 5 % Rabatt im Reiseportal der Hanseatic Bank.
  • Du kannst die Karte von zu Hause aus online beantragen

Der Antrag für die Genial Card funktioniert von zu Hause aus mit Online-Sofortentscheidung und Video-Ident. Das geht sogar mit dem Smartphone.

Durch die Sofortentscheidung ist gleich klar, wie hoch der Rahmen ist und ob du die Karte bekommst. Der maximale Rahmen von 2.500€ ist am Anfang etwas kleiner. Ein Gehaltsnachweis oder ​ein laufender Ausgleich der Rechnungen reicht für die Erhöhung des Rahmens aus.

​Die Karte kommt nach dem Antrag in ein paar Werktagen mit der Post. 

​Die Hanseatic vermeidet den größten Haken der anderen Reisekreditkarten. Der monatliche Rechnungsausgleich ist zu 100% ohne einen Kontowechsel möglich. Dadurch gibt es keine vergessene Rechnung und damit auch keine zusätzlichen Kosten aufgrund von Zinsen. Das ist der Grund, weshalb die Genial Card meiner Meinung nach die beste Reisekreditkarte ist. Eine Teilzahlung stellst du alternativ per App ein.

Meine Reisekreditkarten haben mir in den letzten Jahren leicht ein paar Hundert Euro gespart, wenn nicht mehr. Deswegen empfehle ich allen Reisenden zumindest eine dauerhaft gebührenfreie Karte. Das spart auf Dauer viele unnötige Kosten. 

Die Karte kostet nichts. Niemand zahlt gerne Gebühren von Banken, die sich vermeiden lassen.

Hier ist der Link zum Antrag der Genial Visa Card von der Hanseatic Bank.

Schweizer Franken Münzen

Vergleiche immer die Konditonen der Banken in der Schweiz und Deutschland mit Finanzdienstleistern.

​Zum Geld wechseln gehören auch Überweisungen​ in die Schweiz

​Die Schweiz gehört zum SEPA Raum. Euro Konten haben einen IBAN. ​Es hängt von deiner Bank ab, ob sie die Schweiz als vollwertiges SEPA-Mitglied ​mit allen damit verbundenen Vorteilen anerkennt. 

​Einschließlich dem Wechseln von Euro in Schweizer Franken kosten Auslandsüberweisungen in die Schweiz immer viel Geld. Kosten von mehr als 50€ auf 1.000€ gerechnet sind normal.

​Kleine Banken sind teurer. Für Überweisungen verwenden sie oft Intermediärbanken als Zwischenstelle. Das macht in der Regel die Deutsche Bank. Dadurch fallen doppelte Bankgebühren an.

Der Kursaufschlag auf den echten Tageskurs beträgt meistens 1 bis 3% mit einer normalen Universalbank. Die Optionen OUR, BEN und SHARE haben einen Einfluss auf die Kosten der Überweisung. OUR ist meistens die Option mit den geringsten Gesamtgebühren. Das ist auch die einzige Option, mit der auf dem anderen Konto der richtige Betrag ankommt.

Vergleiche den Kurs und die Gesamtkosten immer mit Spezialbanken und Zahlungsdienstleistern. Das kann die Kosten oft um mehr als 80% reduzieren.

Falls du als Grenzgänger, geschäftlich, an Freunde, Verwandte oder privat Geld überweisen möchtest, ​ist Transferwise meine Empfehlung. Sie wechseln Euro in Schweizer Franken mit dem echten Marktpreis ohne einen Aufschlag (Devisenmittelkurs bzw. Mid-Market-Rate). Das ist der fairste Kurs mit dem zwei Handelspartner Geld wechseln können. 

​Die Gesamtkosten sind auf 1.000€ gerechnet im Schnitt kleiner als 10€. Das Geld kommt ​in 0 bis 2 Werktagen ​in der Schweiz an. ​Die genauen Kosten siehst ​stehen ohne eine Anmeldung auf der Schweizer Franken Startseite von Transferwise. Gib ein, wie viel ​Franken ankommen sollten oder wie viel Euro überweisen werden.

Wähle danach noch zwischen einer Preiswert-Überweisung und einer Schnellüberweisung aus. ​

​Hier habe ich noch mehr Tipps zu Überweisungen in die Schweiz geschrieben.

Infografik mit einer Bschreibung wie das Geld wechseln per Transaktion ins Ausland funktioniert.

​Grafik: So funktioniert eine Überweisung ​mit Transferwise.

Mein Fazit zum Geld wechseln in ​der Schweiz

​​Läden nehmen in schweizerischen Touristenorten meistens Euro an. ​

​Der Kurs weicht von der Realität ab. ​Das Wechseln von Euro in Schweizer Franken ist in Banken und Wechselstuben günstiger. Meide nur die Wechselstuben im Flughafen, den Bahnhöfen und offensichtliche Touristengeldautomaten. ​

Die Schweiz ist leider eines der wenigen Länder, in denen Banken und Wechselstuben oft eine Service-Gebühr verlangen. ​

Zahle deswegen gleich mit der Karte. Das ist die günstigste, einfachste und schnellste ​Möglichkeit.​

Zusätzliches Geld sparst du mit einer dauerhaft gebührenfreien Kreditkarte ohne eine Fremdwährungs- und Fremdautomatengebühr. Vergleiche dafür die Konditionen deiner Karten. Das vermeidet unnötige Kosten. 

​Rechne außerdem mit der Karte immer in Schweizer Franken ab. ​Das gilt für alle Geldautomaten und Kartenlesegeräte. Der Kurs deiner Karte ist günstiger als der Kurs der Automaten.  

Mit den ​einfachen Tipps sparst du eine Menge Geld in der Schweiz. 

Falls du noch eine Frage zum Wechseln von Euro in Schweizer Franken hast, zur Genial Visa Card oder Erfahrungen teilen möchtest, dann schreibe mir gerne unten in den Kommentaren.

Hattest du schon einmal ein Problem mit dem Geld wechseln in der Schweiz oder nicht?​

Thomas


Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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