Aktualisiert 21. September 2021 von Thomas

Geld wechseln Tunesien: So vermeidest Du Touristenfallen

Das ist mein kompletter Guide zum Geld wechseln in Tunesien

Die Ein- und Ausfuhr von Tunesischen Dinar ist verboten. Das macht Tunesien zu einem schwierigen Land.

Deswegen habe ich hier einfache Möglichkeiten zum Geld wechseln, häufige Fragen und mögliche Touristenfallen gesammelt.

1. Kann ich Euro in Tunesische Dinar in Deutschland wechseln?

Du darfst keine Tunesischen Dinar aus dem Ausland nach Tunesien mitnehmen!

Nein. Du kannst Euro in Tunesische Dinar nur in Tunesien wechseln. 

Die Ein- und Ausfuhr von Tunesischen Dinar in bar ist verboten.

Deswegen musst du vor deiner Rückreise übrig gebliebene Tunesische Dinar wieder in Euro wechseln.

Es gibt in den Flughäfen, tunesischen Touristenorten und in den Hotels ausreichend viele Möglichkeiten zum Geld wechseln. Leider sind nur wenige davon gut und viele davon sind viel zu teuer. 

Wichtig! Die Ein- und Ausfuhr von Tunesischen Dinar ist verboten. Du kannst deswegen Bargeld erst in Tunesien wechseln.

2. Guide zu den Wechselstuben (Exchange)

Meide die Wechselstuben im Flughafen und in den Hotels.

Die erste Wechselstube siehst du vor der Passkontrolle in tunesischen Flughäfen. Meide die Wechselstuben um jeden Preis.

Wechsle Bargeld mit einer Wechselstube (Exchange) in der Stadt. Sie haben einen deutlich günstigeren Kurs als im Flughafen und den tunesischen Hotels. Bezahlst du mit Euro in einem Restaurant, ist der Kurs noch viel schlechter. 

Euro Münzen nehmen tunesische Wechselstuben nicht an. Deswegen nehmen tunesische Läden auch nur sehr selten Euro Münzen an. Das Wechselgeld kommt im Restaurant in Tunesischen Dinar zurück, mit einem deutlichen Aufschlag auf den Kurs.

Du brauchst für das Wechseln von Euro in Tunesische Dinar einen Ausweis. Hebe immer die Quittung von Wechselstuben und Geldautomaten auf. Nur mit der Quittung  kannst du Tunesische Dinar vor der Rückreise problemlos zurück in Euro wechseln. 

Bezahle im Idealfall mit einer Karte oder hebe Geld ab. Das ist in Tunesien günstiger. 

Denke aber daran, dass du für Reisen ins Landesinnere, kleine Restaurants, Trinkgelder und Märkte Tunesische Dinar in kleinen Scheinen brauchst.

Quittung aufbewahren! Das Zurücktauschen von Tunesischen Dinar ist nur mit der Quittung von Wechselstuben oder Geldautomaten problemlos möglich. Bewahre sie deswegen immer auf!

3. Touristenfalle Dynamic Currency Conversion

Rechne in Tunesien mit einer Karte immer in Tunesischen Dinar ab!

Hinter der meiner Meinung nach häufigsten Touristenfalle der Welt steht eine einfache Frage: "In Euro oder in der Landeswährung abrechnen?" Im Fall von Tunesien ist das der Tunesische Dinar.

Auf der Frage gibt es nur eine richtige Antwort: "In der Landeswährung abrechnen!"

Rechnest du außerhalb der Euro-Zone in Euro ab, darf sonst der Betreiber von Geldautomaten, Kartenterminals und Online-Shops den Kurs zwischen dem Euro und der Landeswährung festlegen.

Das System ist kein Service zur Vermeidung von Fremdwährungsgebühren.

Der Dynamic Currency Conversion Kurs ist meistens 4 % bis 13 % schlechter als der gute Tageskurs von Visa und Mastercard Kreditkarten. Der Kurs der Karten weicht meistens nur 0,2 % bis 0,5 % vom echten Wechselkurs ab. Das ist ein deutlich besserer Kurs als in tunesischen Wechselstuben. 

Zusätzlich darf deine Bank trotzdem eine Auslandsgebühr von meist 2 % verlangen, weil die Transaktion nicht in der EU war.

Für die DCC-Abzocke bekommen Betreiber von Geldautomaten, Kartenterminals und Online-Shops sogar eine Provision.

Bezahle in Dinar! Rechne in Tunesien alle Transaktionen mit Karten in Tunesischen Dinar ab. Sonst können hohe zusätzliche Gebühren anfallen.

4. Bezahlen mit Karte: Girokarten sind in Tunesien gesperrt!

Girokarten von V-Pay funktionieren in Tunesien gar nicht. Maestro Karten musst du freischalten lassen.

Bezahle möglichst mit einer Karte. Das ist in Tunesien am günstigsten.

Der Kurs von Kreditkarten zwischen dem Euro und dem Tunesischen Dinar ist deutlich besser als in einer Wechselstube.

Dadurch musst du keine übrig gebliebenen Tunesischen Dinar vor deiner Rückreise zurücktauschen, Wechselstuben suchen und Kurse vergleichen.

Denke aber daran, dass V-Pay Girokarten in Tunesien gar nicht funktionieren! Du kannst Karten mit dem Logo nur in der EU und wenigen Nachbarländern verwenden.

Maestro Girokarten musst du vor eine Reise nach Tunesien freischalten lassen. Das geht mit der Hotline von deiner Bank, im Online-Banking oder mit der App. 

Kreditkarten von Visa und Mastercard haben die höchste Akzeptanzrate.

Tunesische Geldautomaten haben selten eine eigene Gebühr. Die Geldautomatengebühr zwischen 0 € und 10 € pro Transaktion hängt von deiner eigenen Bank ab, nicht von Visa, Mastercard oder tunesischen Geldautomaten. 

Denke daran, dass Geldautomaten in Tunesien eine geringe maximale Behebungssumme von 300 bis 600 Tunesischen Dinar haben. Prüfe deswegen vor deiner Reise, mit welchen Karten du kostenlos Geld abheben kannst. 

Girokarten sind gesperrt! V-Pay Girokarten funktionieren in Tunesien nicht. Maestro Karten musst du für Tunesien freischalten lassen. Packe zumindest eine Kreditkarte von Visa oder Mastercard ein.

5. Vermeide Fremdwährungs-, Auslandseinsatz- und Gebühren für Geldautomaten

Die meisten Gebühren kommen von deiner eigenen Bank aus Deutschland!

Die Fremdwährungsgebühr oder alternative Auslandseinsatzgebühr zwischen 0 % und 4 % kommt von deiner eigenen Bank, nicht von Visa, Mastercard oder tunesischen Banken.

Dasselbe gilt für die Geldautomatengebühr zwischen 0 € und 10 € pro Transaktion.

Vergleiche deswegen vor eine Reise nach Tunesien die Konditionen von deinen Karten.

Ist eine gebührenfreie Karte dabei?

Falls nicht, gibt es ausreichend viele dauerhaft gebührenfreie Reisekreditkarten in Deutschland.

Eine gute Karte sollte dauerhaft keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungsgebühr, Auslandseinsatzgebühr und Geldautomatengebühr haben.

Sie sollte außerdem einen Rahmen mit einer automatischen Abrechnung ohne Kontowechsel haben.

Die Kriterien erfüllt die Genial Visa Card von der Hanseatic Bank momentan am besten.

Das kann die Karte:

  • Gebührenfrei: Ohne Mindestumsatz dauerhaft keine Jahresgebühr.
  • Keine Auslandseinsatzgebühr: Zahle weltweit in Fremdwährungen ohne eine Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr, natürlich auch in Tunesischen Dinar in Tunesien.
  • Keine Geldautomatengebühr: Keine Gebühren für das Geld abheben in Deutschland, Tunesien und dem Rest der Welt von der Hanseatic.
  • 100 % automatische Abrechnung: Per Einstellung in der App voller automatischer Ausgleich mit Lastschrift oder eine monatliche Teilzahlung ohne Kontowechsel zur Hanseatic. 
  • Echte Kreditkarte: Mit einem Rahmen von 2.500 €.
  • Online-Shopping ohne Fremdwährungs- und Auslandseinsatzgebühr. 
  • Kostenlose Zusatzkarte. 
  • 5 % Rabatt im Reiseportal der Hanseatic.

Den Antrag kannst du von zu Hause aus mit Video-Ident und einer Online-Sofortentscheidung machen. 

Dafür reicht ein Smartphone aus. 

Dadurch ist gleich klar, ob du die Genial Card bekommst und wie hoch der erste Rahmen ausfällt.

Deine Karte kommt danach in ein paar Werktagen mit der Post nach Hause.

Die Hanseatic vermeidet auch den größten Haken von anderen Reisekreditkarten. Die Abrechnung funktioniert per Einstellung in der App zu 100 % automatisch ohne einen Kontowechsel. Mit einem Ausgleich fallen keine Zinsen und damit tatsächlich keine zusätzlichen Kosten an. 

Eine Teilzahlung kannst du alternativ in der App einstellen. 

In den letzten Jahren habe ich leicht ein paar Hundert Euro mit gebührenfreien Kreditkarten gespart. Die Kosten sind im Ausland unnötig.

Deswegen empfehle ich allen Reisenden zumindest eine dauerhaft gebührenfreie Karte.

Sie kostet nichts. Niemand mag unnötige Bankgebühren.

Mehr dazu: Hier ist der Link mit den Details zum Antrag der Genial Visa Card mit Online-Sofortentscheidung!

Überweisungen gehören auch zum Geld wechseln

Hauptstadt Tunis: Überweisungen nach Tunesien sind leider teuer.

Überweisungen nach Tunesien sind sehr teuer und kompliziert. 

Tunesien gehört zum SEPA-Raum mit einer IBAN und einem BIC-Code. Das Senden von Geld machen trotzdem wenige Banken nach Tunesien günstig oder Überhaupt möglich. 

Das hat mit den Währungskontrollen in Tunesien zu tun. Denke daran, dass die Ein- und Ausfuhr von Tunesischen Dinar in bar verboten ist. 

Deutsche Banken senden deswegen meistens Euro mit dem SEPA-System oder SWIFT-System nach Tunesien. Hat dein Gegenüber ein Konto in Euro, kann alles okay sein. In dem Fall verlangen deutsche Banken meist eine Grundgebühr für Auslandsüberweisungen ab 10 € oder 2 % der Transaktionssumme. 

Dazu können mögliche Gebühren von der Empfängerbank für den Eingang von Euro kommen. Die gesammelten Gebühren sind im internationalen Vergleich sehr hoch, aber immer noch günstiger als das direkte Wechseln von Euro in Tunesische Dinar mit einer Überweisung.

Sobald du Geld wechseln musst, kommen meistens Kosten von sogenannten Intermediärbanken dazu. Sehr wenige Banken können Euro direkt in Tunesische Dinar wechseln. 

Deswegen brauchen sie Intermediärbanken (Zwischenbanken). Jede an einer Transaktion beteiligte Bank verlangt noch einmal 15 € bis 25 € pro Transaktion. 

Dadurch kosten sogar kleine 100 € Überweisungen schnell mehr als 30 €.

Durch die strengen Kontrollen haben die sonst sehr günstigen internationalen Finanzdienstleister Überweisungen nach Tunesien nicht im Angebot. Nicht einmal der Marktführer Wise.com hat Tunesien im Programm. 

Die einfachste Alternative ist momentan Remitly zu den sonst teuren Angeboten für das Senden von Geld nach Tunesien. 

Der Kurs von Western Union weicht mehrere Prozent von der Realität ab. Das ist nur eine Option für den Notfall. 

PayPal hat versteckte Gebühren für das Senden von Geld nach Tunesien und legt den Kurs zwischen dem Euro und dem Tunesischen Dinar selbst fest. Das ist auch keine gute Option.

Ich hoffe, dass es in Zukunft günstigere Optionen gibt.

Fazit zum Geld wechseln

Tunesien ist das komplizierteste Land zum Geld wechseln am Mittelmeer. 

Die Ein- und Ausfuhr von Tunesischen Dinar ist verboten, Girokarten sind in Tunesien gesperrt und du brauchst die Quittung der Wechselstuben oder Geldautomaten zum Zurücktauschen von Tunesische Dinar in Euro. 

Der Kurs der Wechselstuben in den Flughäfen ist sehr schlecht. Die Hotels wechseln Geld mit einem schlechten Kurs. Die Wechselstuben in den Städten sind okay. Du musst aber erst zu ihnen hinkommen.

Bezahle deswegen möglichst mit einer Karte. Denke aber daran, dass du alle Transaktionen in Tunesischen Dinar mit einer Karte abrechnest. Sonst können hohe zusätzliche Gebühren anfallen.

Vergleiche außerdem die Gebühren von deinen Karten. Die Fremdwährungs-, Auslandseinsatz- und Geldautomatengebühr hängt von deiner eigenen Bank ab.

Mit den einfachen Tipps sparst du eine Menge Geld während einer Reise nach Tunesien.

Falls du zum Geld wechseln noch eine Frage hast, zur Genial Visa Card oder eigene Erfahrungen teilen möchtest, dann schreibe mir gerne unten in den Kommentaren. 

Hast du gute oder schlechte Erfahrungen mit dem Geld wechseln in Tunesien gemacht?

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Thomas


Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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