Aktualisiert 1. September 2021 von Thomas

Das ist unser Guide zu den Sehenswürdigkeiten in Estland

In der Liste haben wir Top-Reiseziele wie die Hauptstadt Tallinn, die schönsten Orte in der estnischen Natur, Museen und Wahrzeichen gesammelt.

Dazu kommen nützliche Tipps für eine Reise nach Estland. 

1. Strände in Pärnu

Pärnu ist der schönste estnische Strandort an der Ostsee mit Spa-Hotels, einer mittelalterlichen Stadt und schönen Pomenaden. 

Lange Sandstrände, Spas und Restaurants an den Promenaden:

Pärnu ist das Sommerreiseziel an der estnischen Ostseeküste.

Zur mittelalterlichen Stadt mit den großen Schwimmbädern, historischen Badehäusern und den langen Sandstränden gehören außerdem Sehenswürdigkeiten wie das Koidula Muuseum.

Das macht Pärnu nach der Hauptstadt Tallinn zu einer der besten Sehenswürdigkeiten in Estland, speziell während einer Rundreise im Sommer.

2. Altstadt von Tallinn

Die Gassen in der mittelalterlichen Altstadt von Tallinn sind noch immer von den Stadtmauern der alten Hansestadt umgeben.

Der mittelalterliche Kern der Hauptstadt Tallinn ist das Wahrzeichen von Estland.

Dabei geht es vor allem um den Blick auf die alten Stadtmauern, mittelalterlichen Gassen und Kirchtürme mit der Ostsee im Hintergrund.

Eine Reise nach Estland ist ohne einen Besuch in der Hauptstadt Tallinn auf keinen Fall komplett. Tallinn ist unsere Lieblingsstadt im Baltikum mit großem Abstand vor ihrer Konkurrenz in den Nachbarländern. 

Mehr lesen: 25 schönsten Sehenswürdigkeiten in Tallinn, die Du einmal sehen musst!

3. Tallinner Wasserflugzeughafen

Hier siehst du ein echtes U-Boot in einem Hangar aus der späten russischen Zarenzeit. Bild: Paul Kuimet, visittallinn.ee

Im Hangar des Wasserflugzeughafens aus den Anfangsjahren der Fliegerei aus 1912 befindet sich heute das Estnische Meeresmuseum. 

Zum beliebtesten Museum in der Hauptstadt Tallinn gehören 200 echte Exponate. Darunter ist ein U-Boot mit dem Namen "Lembit", der 100 Jahre alten Eisbrecher "Suur Tõll", das Wasserflugzeug Short 184 und eines der ältesten Wracks aus der estnischen Geschichte.

Zu den anderen Attraktionen in der Ausstellung gehören ein Aquarium, Simulatoren, Fotos in einer Marineuniform, ein Kinderspielplatz, das Werfen von Papierfliegern und das nahe gelegene junge Ausgehviertel Kalamaja.

4. Patarei - Gefängnis des Schreckens

Ort der Folter, Deoportierung und Ermordung von zehntausenden Esten: Patarei.

Patarei ist das estnische Gefängnis des Grauens. 

Die Festung am Hafen von Tallinn war ein Militärgefängnis, ein KZ im Zweiten Weltkrieg und schlussendlich der Ausgangspunkt für die Deportation, Vertreibung und Ermordung von 6 % der estnischen Bevölkerung unter der kommunistischen Diktatur der Sowjetunion.

Heute ist das Patarei ein Kulturzentrum, eine Gedenkstätte und ein Museum. 

Zur Ausstellung gehören Gefängniszellen in denen Gefangene ohne Tageslicht schlechter als Vieh behandelt wurden. Wandtafeln erzählen darin die Geschichte der Insassen zur Zeit der Sowjetunion, zum Beispiel dem bekannten estnischen Schriftsteller Jaan Kross.

5. Estnisches Essen

Die ursprüngliche estnische Küche ist einfach mit haltbaren Zutaten, zum Beispiel viel Sauerkraut, Würsten und Kartoffeln.

Die estnische Küche "Eesti köök" mischt Einflüsse aus Skandinavien, der russischen Küche und der deutschen Küche.

Sie ist schlicht mit Sauerkraut, Schweinefleisch, Kartoffeln, vielen Milchprodukten, Waldfrüchten und Pilzen. Eine Besonderheit in Estland ist Wildfleisch, zum Beispiel von Elchen.

Die georgische Küche hat sich während der mehr als 50 Jahre andauernden Besatzung von Estland durch die Sowjetunion im Land stark verbreitet. Die Küche des Heimatlandes von Stalin galt damals als besonders, ähnlich der Französischen Küche in Deutschland. 

Dadurch gibt es noch immer eine große Anzahl an Restaurants mit guter georgischer und teils auch armenischer Küche in Estland.

  • Verivorst mit Mulgikapsad: Blutwurst mit Sauerkraut ist das estnische Weihnachts- und Nationalgericht.
  • Wildfleisch: Haben ausgewählte Restaurants vom Elch bis zum Bär auf der Speisekarte stehen. 
  • Georgische Küche: Von Chatschapuri bis Chinkali, Granatapfelkernen, Lule Kebab und Walnüssen.
  • Marzipan: Stände mit gebrannten Mandeln und Marzipan gehören zum Stadtbild der Altstadt von Tallinn.
  • Kama: Restaurants machen aus gerösteten Mehl (Gerste, Hafer, Weizen, Roggen oder Bohnen) mit Kefir, Buttermilch oder Joghurt gerne Desserts. Alternativ ist das Mehl zusammen mit Milch ein Brei für Kinder.

6. Hiiumaa Insel

Der Leuchtturm Tahkuna Tuletorn ist eines der Wahrzeichen von Hiiuma.

Hiiumaa ist die zweitgrößte Insel in Estland. 

Sie ist ein Teil der Moonsund-Inseln im Westen von Tallinn. Zu den Sehenswürdigkeiten auf Hiiumaa gehören das alte Herrenhaus Suuremõisa, der Tahkuna Tuletorn Turm und die wilde Natur. 

Zwei Drittel der Insel sind bewaldet, den Rest nehmen Moore, Heiden, Dünen und Küsten ein. Sie machen Hiiumaa zu einem Ziel für Surfer, Segler und Wanderer in Estland.

7. Soomaa Nationalpark

Der Soomaa Nationalpark ist ein Moorgebiet mit Wanderwegen, Natur und vielen Tieren.

Der Soomaa Nationalpark ist ein Moorgebiet nahe Pärnu im Südwesten von Estland mit fünf Jahreszeiten, den Sommer, Winter, Herbst, Frühling und die Zeit der Überschwemmungen.

Die Schneeschmelze verwandelt das Moor zusammen mit dem Regen tieferlegende Straßen, Wälder und Höfe in eine Mischung aus Seenlandschaft und Moor. Das einzige Verkehrsmittel ist zu der Zeit das Boot.

Zu den Aktivitäten im Nationalpark gehören Fuß-, Kanu- und Schneeschuhwanderungen und die Beobachtung von Tieren. In den Wäldern leben Elche, Rehe, Wildschweine, Luchse, Wölfe und Bären.

8. Peipus See

Peipus: 40 km langer Sandstrand, Moore, Burgen und die Grenze zwischen Estland und Russland. 

Die Grenze zwischen Russland und Estland verläuft im Peipus See.

Der Binnensee ist siebenmal so groß wie der größte deutsche See, der Bodensee. Damit wirkt der See wie ein kleines Meer. Er ist so groß, dass du die gegenüberliegende russische Küste von vielen Punkten aus nicht siehst.

Die estnische Nordküste mit dem 40 km langen Smolnitsa Strand, Mooren und Wäldern ist als Nationalpark Alutaguse geschützt.

Zu den anderen Sehenswürdigkeiten am See gehören die neugotische Burg Alatskivi, und das Museum der Altgläubigen in Kolkja.

Die Altgläubigen sind eine christliche Gruppe, die sich im 16. Jahrhundert Reformen in der Russisch Orthodoxen Kirche widersetzt hat. Ihr Mittsommerfest ist eines der beliebtesten Events in der Region.

Mehr lesen: Geld abheben in Estland: So vermeidest Du hohe Gebühren!

9. Alutaguse Nationalpark

Im Alutaguse Nationalpark leben Bären in Moor-, Heide- und Dünenlandschaften.

Der Nationalpark Alutaguse ist eine Moor-, Wald- und Küstenlandschaften.

Zu den Sehenswürdigkeiten im Nationalpark gehören bis zu 18 m hohe Festlanddünen, Heidelandschaften, Moore und die singenden Sandkörner am 40 km langen Smolnitsa Strand am Peipus See. Das Reiben der Sandkörner am See zwischen Estland und Russland erzeugt ein singendes Geräusch.

Zu den Aktivitäten im Nationalpark gehören Wanderungen, Tierfotografie und die Beobachtung von Tieren wie Bären, Schneehühner und Steinadler.

10. Kloster Pühtitsa (Kuremäe)

Das Kloster ist eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten im Norden von Estland.

Das einzige russisch-orthodoxe Nonnenkloster in Estland gehört zur Gemeinde Alataguse.

In alten Zeiten gab es auf dem Areal des Klosters eine Opferquelle. Dem Quellwasser sagen die Einheimischen bis heute eine Heilwirkung nach. Im frischen Wasser dürfen Besucher baden.

Im Kloster leben 100 Ordensschwestern und Novizinnen.

Sie haben das Kloster trotz einer traditionellen Lebensweise für Übernachtungen und Führungen geöffnet.

11. Rakvere und Ordensburg Wesenberg

Burg Wesenberg, gegründet vom Deutschen Orden, ist das Wahrzeichen von Rakvere.

Die Ordensburg Wesenberg des Deutschen Ordens im Norden von Estland ist das Wahrzeichen von Rakvere.

Der Ursprung der Burg geht auf die Schlachten des Deutschen Ordens gegen die Prußen und heidnischen Esten im Mittelalter zurück.

Die Burg mit kostümierten Darstellern ist ein großer Themen-Freizeitpark für einen Besuch mit der Familie. In der Burgtaverne Schenkenberg gibt es Essen nach alten mittelalterlichen Rezepten.

Zu den Attraktionen in der Burg gehören Orte wie der Weinkeller, das Arbeitszimmer des Alchemisten und die Straße der Roten Laternen. Die Burg ist dadurch für dich den ganzen Tag lange eine große Kulisse für einen Tag im Mittelalter. 

Zu den anderen Sehenswürdigkeiten gehören der Rathausplatz, der Nationalpark Lahemaa und die Spa-Kultur von Rakvere.

12. Kalamaja und Rotermanni kvartal, Junge Viertel von Tallinn

Das Rotermanni kvartal ist eines der jungen Trend-Viertel von Europa in einem alten Fabrisksgelände.

Kalamaja war während der Sowjetunion ein abgeriegeltes Gebiet in der Hauptstadt Tallinn.

Heute befinden sich darin Sehenswürdigkeiten wie der Tallinner Wasserflugzeughafen, das Museum für Zeitgenössische Kunst, der Indoor Themenpark PROTO Invention Factory und das Patarei Gefängnis.

Zum Viertel gehören außerdem Bars, Restaurants  und Cafes. Sie machen Kalamaja zum Ort, an dem sich die jungen Esten zum Feiern am Abend oder Essen am Nachmittag treffen.

Das alte Fabriksgelände Rotermanni kvartal im Osten der Stadtmauern ist heute ein junges Geschäfts-, Shopping- und Ausgehviertel. 

13. Schloss Kadriorg (Katharinental) in Tallinn

Der Palast von Zar Peter dem Großen in Tallinn mit einer Kunstausstellung. Bild: Kadi-Liis Koppel, visittallinn.ee

Zar Peter der Große hat das Schloss Kadriorg (Katharinental) für sich in Auftrag gegeben.

Es ist der prächtigste Palast in Estland, gebaut im Petriebarock-Stil mit einem großen Park. Heute ist der Palast ein Standort des Eesti Kunstimuuseum. Zur Ausstellung gehören Gemälde, Skulpturen und Werke von ausländischen Künstlern.

Kadriorg ist eine der Top 10 Sehenswürdigkeiten in der estnischen Hauptstadt Tallinn, die fast alle Reisenden einmal besuchen. Dazu gehört der Besuch im Schloss, vor dem nahen Präsidentenpalast, ein Spaziergang durch den Park und das Haus von Peter dem Großen. Er hat darin vor dem Bau von Kadriorg gewohnt.

14. Lahemaa Nationalpark

Lahemaa ist ein Nationalpark mit Wanderwegen, restaurierten Gutshöfen und schönen Küstenorten an der Ostsee.

Lahamaa wurde als erster Nationalpark der Sowjetunion in 1971 gegründet.

Zum vielseitigen Park 70 km östlich von Tallinn gehören die schönsten restaurierten Gutshöfe in Estland, Stranddörfer und unberührte Natur. 

Routen für Wanderer, Radfahrer und Autofahrer führen durch den Park. Es gibt auch Hotels und Restaurants im Park in den restaurierten historischen Gütern Palmse, Sagadi und Vihula.

In den Küstenorten gibt es auch Ferienquartiere.

Teile des Parks sind ganzjährig für Besucher geöffnet, andere nur einige Monate und andere sind für Reisende ganz gesperrt.

15. Burg Narva

Links Estland, rechts Russland. Auf beiden Seiten steht eine Burg. Narva ist der Grenzort zwischen Russland und Estland am Finischen Meerbusen.

Die Hermannsfeste (Hermanni linnus) ist eine mittelalterliche Festung an der Grenze zwischen Estland und Russland am Fluss Narva. Direkt auf der anderen Seite befindet sich die russische Festung Iwangorod.

Die Hermanssfeste wurde von Dänen gegründet und im Mittelalter an den Deutschen Orden verkauft. Danach kamen Schweden und Russen, deren Spuren noch immer in der alten Burg erhalten sind.

In der restaurierten Burg befindet sich heute ein Museum. Es ist eine Art großes Freiluft- und Geschichtsmuseum zum Mitmachen. Zum Beispiel befinden sich im Nordhof Stuben von historischen Handwerkern, einer Apotheke und abhängig von der Saison anderen Dienstleistern.

16. Stadt Tartu

Die alte Universitäts- und Hansestadt Tartu ist die zweitgrößte Stadt in Estland.

Die alte livländische Hansestadt ist heute die zweitgrößte Stadt von Estland.

Zu den Sehenswürdigkeiten von Tartu gehört die gesamte gut erhaltene Altstadt mit dem Rathaus, der Rathausplatz, Einkaufsstraßen, der Domberg mit den Ruinen des Doms zu Tartu, das Estnische Nationalmuseum und das Estnische Literaturmuseum.

Das Observatorium der klassizistischen Universität von Tartu ist ein Teil des Weltkulturerbes Struve-Bogen. Die Universität ist auch der Grund, weshalb Tartu eine junge Stadt mit einem lebendigen Nightlife ist. 

Karte der Sehenswürdigkeiten

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Unsere Meinung ...

Estland ist unser Lieblingsland am Baltikum.

Das gilt speziell für die Hauptstadt Tallinn mit ihrem süßen Kern, den nahen Stränden und dem vielseitigen Essen aus aller Welt.

Falls du einmal andere Ziele in Estland sehen möchtest, sollte du auf jeden Fall einmal die Strände in Pärnu, Navara an der Grenze zu Russland und einen der unendlich grün bewaldeten Nationalparks von Estland besuchen. 

Es gibt eindeutig so viel mehr in Estland zu sehen als "nur" Tallinn.

Was ist deine Meinung dazu?

Welche Sehenswürdigkeiten in Estland gehören deiner Meinung nach zu den schönsten Orten?

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Thomas


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