Euro in Britische Pfund wechseln: Wie kann ich Gebühren vermeiden?

Die Währung im Vereinigten Königreich ist das Britische Pfund.

Normale Läden in London, England und Schottland akzeptieren so gut wie nie Euro. Eine Ausnahme sind Flughäfen und sehr touristische Restaurants.

Das Wechseln von Euro in Britische Pfund ist deswegen für eine Reise notwendig.

Damit das Geld wechseln ohne Touristenfallen, schnell und mit kleinen Gebühren funktioniert, habe ich hier die wichtigsten Tipps dazu gesammelt.

1. Kann ich in Deutschland Euro in Britische Pfund wechseln?

Deutsche Banken haben außerhalb von Großstädten selten Britische Pfund auf Lager. Sie müssen die Geldscheine erst bestellen. Zusätzlich ist der Wechselkurs für den Kauf von Britischen Pfund mit Euro in Deutschland immer schlechter als im Vereinigten Königreich.

Die Wechselstuben an deutschen Flughäfen haben auch einen schlechteren Kurs als eine durchschnittliche Wechselstube im Vereinigten Königreich. Deswegen empfehle ich das Geld immer nach der Ankunft zu wechseln. Das gilt für alle Reiseziele.

Wechsle das Geld im Vereinigten Königreich: Deutsche Banken müssen Britische Pfund erst importieren, auf Lager halten und in den Filialen verteilen. Das ist teuer. Im Vereinigten Königreich sind Pfund schon da, Euro bringst du mit.

2. Wechselstuben sind im Vereinigten Königreich vergleichsweise selten

Wechselstuben stehen in allen Flughäfen, Bahnhöfen und meistens nahe viel besuchten Sehenswürdigkeiten. Im Vergleich zu anderen Reisezielen gibt es aber relativ wenige Wechselstuben.

Die Wechselstuben im Flughafen und Bahnhof haben einen schlechteren Kurs als normale Wechselstuben in der Stadt. Vergleiche möglichst immer den Preis. Sehr viele Wechselstuben haben den Kurs nicht vor dem Eingang angeschrieben. Meide solche Orte. Hätten sie einen guten Preis, würden sie ihn anschreiben.

Suche am besten mit Google Maps nach einer Wechselstube in der Nähe. Es kann sein, dass du sogar in der City of London 10 Minuten zur nächsten Wechselstube gehen musst.

Ich habe wenige Wechselstuben mit zusätzlichen Gebühren für das Wechseln von Euro in Britische Pfund gesehen. Frage zur Sicherheit noch einmal nach und vergleiche den Kurs der Wechselstube mit dem aktuellen Tageskurs.

Wechselstuben sind vergleichsweise selten: meide nach Möglichkeit die Wechselstuben im Flughafen, wechsle das meiste Geld in der Stadt und vergleiche den Wechselkurs zwischen dem Euro und dem Britischen Pfund.

3. Cash Free (Bargeldlos) ist im Vereinigten Königreich immer wichtiger (speziell in London)

Die Ticketautomaten für den Stansted Express vom Flughafen nach London akzeptieren kein Bargeld mehr. Die Ticketautomaten der London Underground akzeptieren auch kein Bargeld mehr. Sogar im Borough Market akzeptieren viel Marktstände nur noch Karten.

Das Vereinigte Königreich ist noch nicht so extrem wie die skandinavischen Länder. Der Anteil bargeldloser Geschäfte steigt aber kontinuierlich.

Packe zur Sicherheit auf jeden Fall zwei funktionierende Karten ein. Eine davon sollte eine Kreditkarte sein.

Cash Free (Bargeldlos): sehr viele Läden, öffentliche Einrichtungen und Restaurants akzeptieren kein Bargeld mehr. Packe auf jeden Fall funktionierende Karten für eine Reise in das Vereinigte Königreich ein.

4. Wie vermeide ich Gebühren für das Geld abheben?

Deutsche Banken verlangen eine Fremdautomatengebühr zwischen 4 bis 10€ und eine Fremdwährungsgebühr zwischen 1 bis 3% im Vereinigten Königreich. Die genauen Konditionen hängen von deiner Bank ab. Manche verlangen gar nichts.

Einige Geldautomaten verlangen im Vereinigten Königreich eine zusätzliche Gebühr von 1,90 Pfund für das Geld abheben. Suche nach Geldautomaten mit der Aufschrift Free Cash. Ein Automat ohne Gebühren ist immer in der Nähe.

Rechne immer alle Transaktionen in Britischen Pfund ab! Das gilt für alle Geldautomaten und Kartenlesegeräte. Rechnest du in Euro ab, darf der Automatenbetreiber den Wechselkurs festlegen. Das ist kein Service, sondern kostet leicht 10% der abgehobenen Summe.

Halte dich an die paar Ratschläge, dann ist das Geld abheben günstiger als das Geld wechseln in einer Wechselstube.

Rechne immer in Britischen Pfund ab! Sonst fallen hohe zusätzliche Kosten an. Vergleiche die Konditionen deiner Karten. Kreditkarten sind im Ausland normalerweise günstiger als EC-Karten.

5. Fremdautomatengebühr und Fremdwährungsgebühr im Vereinigten Königreich vermeiden

Die Gebühren hängen von deiner Bank ab.

Durchschnittliche Konten verlangen meistens eine Fremdautomaten- und Fremdwährungsgebühr. Online-Banken erlauben oft die Abhebung eines geringen Betrags in einer fremden Währung. Eine Fremdwährungsgebühr fällt leider mit den meisten Konten an.

Mit guten Reisekreditkarten zahlst du keine Gebühren für das Geld abheben.

Die meiner Meinung nach beste Reisekreditkarte ist die Genial Visa Card der Hanseatic Bank.

Mit ihr zahlst du dauerhaft keine Jahresgebühr für die Karte, keine Fremdautomatengebühr und keine Fremdwährungsgebühr. Die Abrechnung funktioniert automatisch.

Das kann die Karte:

  • Dauerhaft gebührenfrei: keine Jahresgebühr, keine Anmeldegebühr, keine laufenden Kosten.
  • Keine Fremdautomatengebühr (keine Gebühr für das Geld abheben zu Hause in Deutschland, im Vereinigten Königreich und dem Rest der Welt).
  • Keine Fremdwährungsgebühr (keine Gebühr für Kartenzahlungen und das Geld abheben).
  • Monatlich automatische Abrechnung mit einem bestehenden Konto. Es ist kein neues Konto notwendig. (Mit der automatischen 100%igen Abrechnung fallen keine Zinsen an). Eine Teilzahlung ist auch möglich).
  • Bestelle Waren ohne Manipulationsgebühr in einer fremden Währung.
  • Kostenlosen Zusatzkarte für Partner oder für dich als Reservekarte.
  • 5 % Rabatt im Reiseportal der Hanseatic Bank
  • Du kannst die Karte von zu Hause aus online beantragen.

Die Hanseatic hat den größten Haken von Reisekreditkarten vermieden. Die meisten haben keine automatische Abrechnung oder verlangen schon ein paar Tage nach der Transaktion Zinsen.

Stelle die automatische Abrechnung mit der App der Hanseatic ein und gleiche die Rechnung damit monatlich aus. Dadurch fallen keine Zinsen und damit auch keine zusätzlichen Kosten an.

Die Hanseatic erklärt auf ihrer Webseite noch einmal alles.

Der Antrag funktioniert mit Online-Sofortentscheidung und Video-ID. Dadurch ist gleich klar, ob du die Karte bekommst.

Der maximale Verfügungsrahmen ist am Anfang 2.500€. Gleich nach dem Antrag ist er vermutlich geringer. Du kannst ihn mit einem Gehaltsnachweis erhöhen. Dadurch ist die Genial Visa Card auch ein gutes Backup für unerwartete Rechnungen im Ausland.

Die Karte kommt nach dem Antrag mit der Post nach Hause.

Mit Reisekreditkarten habe ich in den letzten Jahren ein paar Hundert Euro gespart. Deswegen empfehle ich zumindest eine Karte für kostenlose Kartenzahlungen und für das Geld abheben allen Reisenden.

Es kostet nichts. Niemand mag Bankgebühren. Hier ist der Link zum Antrag.

Zum Geld wechseln gehören auch Überweisungen in das Vereinigte Königreich

Britische Pfund Geldscheine mit einer Flagge des Vereinigen Königreich vor einem Haus in London in England

Das Vereinigen Königreich gehört zum SEPA Raum und nutzt einen 22stelligen IBAN, der mit GB anfängt und einen Bic Code.

Das ist mit ziemlicher Sicherheit auch nach dem Brexit so. Dadurch entfallen zum Glück einigen Gebühren.

Trotzdem verlangen normale Banken für die Überweisung von 1.000€ auf ein Konto in Britischen Pfund leicht mehr als 50€ an Gebühren.

Der Grund dafür ist großteils der schlechte Wechselkurs. Umso kleiner die Bank ist, umso höher fallen die Kosten aus.

Eine versteckte Falle sind direkte Überweisungen von Euro auf ein Konto im Vereinigen Königreich mit Britischen Pfund. In dem Fall darf die gegenüberliegende Bank den Kurs und mögliche zusätzliche Gebühren festlegen. Dadurch kommt mit Sicherheit der falsche Betrag an. Eine vorherige Option zum Wechseln haben die meisten Banken im Online-Banking eingebaut.

Vergleiche zusätzlich immer den Kurs (und die Gebühren) deiner eigenen Bank mit internationalen Zahlungsdienstleistern.

Meine Empfehlung ist Transferwise. Dahinter steckt Peter Thiel, einer der Gründer von PayPal, als einer der ersten Investoren.

Transferwise nutzt die Mid-Market-Rate (Devisenmittelkurs) als Wechselkurs zwischen dem Euro und dem Britischen Pfund. Das ist der am Markt gebildete Kurs zwischen den beiden Währungen. Ein fairerer Kurs ist nicht möglich.

Die erste Überweisung ist mit Transferwise immer kostenlos. Günstiger als kostenlos ist das Geld wechseln (Überweisen) nicht möglich. Danach kostet eine normale Überweisung rund 4,50€ und eine Schnellüberweisung rund 8€ auf 1.000€ gerechnet an. Im Schnitt kommt das Geld am nächsten Tag an.

Du siehst den Kurs und die möglicherweise anfallenden Gebühren ohne einen Account auf der Pfund-Startseite von Transferwise.

Hier habe ich noch mehr Tipps für günstige Überweisungen in das Vereinigte Königreich (England).

Infografik mit einer Bschreibung wie das Geld wechseln per Transaktion ins Ausland funktioniert.
Infografik: so funktionieren Überweisungen mit Transferwise in das Vereinigte Königreich

Fazit zum Geld wechseln im Vereinigen Königreich

Für eine Reise in das Vereinigte Königreich ist das Geld wechseln notwendig. Läden nahe Sehenswürdigkeiten akzeptieren auch in London selten Euro.

Ein größeres Thema ist, dass Cash Free (Bargeldlos) im Vereinigten Königreich immer wichtiger wird. Du solltest deswegen auf jeden Fall eine funktionierende Kreditkarte einpacken.

Es gibt in England, Schottland und Wales vergleichsweise wenige Wechselstuben. Das ist auch in der City of London so. Suche mit Google Maps nach ihnen (Exchange).

Die meisten Wechselstuben verlangen keine zusätzlichen Wechselgebühren. Nutze aber nur Wechselstuben, die den Kurs vor der Türe angeschrieben haben. Meide außerdem die blau gelben Geldautomaten in Wechselstuben.

Rechne außerdem immer alle Transaktionen im Vereinigen Königreich mit Britischen Pfund Sterling ab. Rechnest du in Euro ab, fallen hohe zusätzliche Gebühren an.

Ein Automat ohne eigene Gebühren für das Geld abheben ist immer in der Nähe. Die Automaten haben die Gebühr transparent auf einem Schild oder gleich auf dem Startbildschirm angeschrieben. Suche nach einem Automaten mit der Werbung Free Cash.

Mit den paar Tipps sparst du auf jeden Fall viel Geld.

Das Vereinigte Königreich (speziell London) ist ein teures Reiseziel, in dem du an einem Tag leicht mehr als 100€ pro Person ausgibst. Ein paar Prozent Bankgebühren sammeln sich schnell zu einem guten Betrag zusammen.

Falls du noch eine Frage zum Wechseln von Euro in Britische Pfund, eigene Tipps oder Ratschläge hast, dann schreibe mir gerne in den Kommentaren.

Ich wünsche dir abschließend eine schöne Reise.

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Thomas
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Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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