Israelische Währung „Schekel“: Geld auf einem Blick für Touristen

Der Schekel שֶׁקֶל ist die Währung von Israel.

In Israel ist der Schekel als Zahlungsmittel unumgänglich, weil du nur selten mit Euro oder Dollar zahlen darfst.

Deswegen solltest du dir einmal die wichtigsten Dinge zum Geld in Israel durchlesen.

Hier habe ich dazu die nützlichsten Ratschläge gesammelt:

Dazu gehört das Aussehen der Schekel Geldscheine, Schekel Münzen, Geldautomaten, Öffnungszeiten am Sabbat und wie du günstig Euro in Schekel wechselst.

Lass mich dir zuerst die israelischen Geldscheine und Münzen zeigen:

1. Die Israelischen Geldscheine und Münzen

Schekel Geldscheine liegen auf einem Tisch.
Es gibt 20, 50, 100 und 200 Schekel-Geldscheine.

Ein Schekel entspricht 100 Agorot.

Die Geldscheine und Münzen sind in Israel, im palästinensischen Autonomiegebiet, dem Gazastreifen und Teilen des Westjordanlands das offizielle Zahlungsmittel.

  • Geldscheine es gibt 20, 50, 100 und 200 Schekel Geldscheine.
  • Münzen haben einen Wert von 10 Agorot, 50 Agorot, 1, 2, 5 und 10 Israelischen Schekel.

Die Geldscheine zeigen berühmte Personen aus Israel und bedeutende Symbole aus der jüdischen Geschichte.

Die Schekel Münzen zeigen typisch israelische und jüdische Symbole. Es ist leicht anfänglich die 10 Agorot und 10 Schekel Münze zu verwechseln. Achte deswegen darauf wie sie ausschauen. Silber ist die Farbe der Schekel Münzen und Kupfer der Agorot Münzen.

2. Zahlen in Restaurants, Geschäften und anderen Orten in Israel

Überdachter Basar in der Altstadt von Jerusalem
Basar in der Altstadt von Jerusalem: hier ist handeln angebracht!

Der Schekel ist die einzige gesetzliche Währung in Israel. Das einzige gesetzliche Zahlungsmittel. Das gilt auch für die palästinensischen Autonomiegebiete.

Restaurants und Läden akzeptieren zu einem großen Teil nur Schekel. Automaten für den öffentlichen Verkehr und Busse akzeptieren nur Schekel.

Deswegen ist es für eine Reise nach Israel unumgänglich, Euro in Schekel zu wechseln.

Hier habe ich schnell noch Tipps zum Zahlen:

  1. Bargeld: ist in Israel kein großes Thema. Selbst Marktstände in Tel Aviv akzeptieren Karten. In kleinen Dörfern, den Autonomiegebieten und dem Westjordanland ist Bargeld wichtiger.
  2. Bankautomaten und Kreditkarten: Bankautomaten stehen in Israel überall. Meide nach Möglichkeit die gelb-blauen Bankautomaten, da sie höhere Gebühren beim Abheben verrechnen.
  3. Trinkgeld: die normalen 10% Trinkgeld sind in Israel üblich. Manche Restaurants verrechnen das Trinkgeld gleich auf der Rechnung, prüfe das bitte immer vorab beim Zahlen.

3. Geld wechseln in Wechselstuben

Strand in Tel Aviv und die Promenade in der Innenstadt.
In Tel Aviv findest du viele Wechselstuben. Vorsicht: am Sabbat haben viele davon geschlossen!

Wechselstuben sind allgegenwärtig, weil Israel ist ein typisches Tourismusland ist. Du triffst deswegen auch überall andere Reisende.

Denke daran, dass am Sabbat in Israel fast alle Geschäfte abseits der arabisch geführten Läden geschlossen haben. Dasselbe gilt für die Wechselstuben. Selbst der öffentliche Verkehr fährt am Sabbat nicht.

Da viele Wechselstuben von Arabern geführt sind, findest du in Tel Aviv, Jerusalem und den andern großen Städten trotzdem immer einen Ort zum Geld wechseln.

Achte bei den Wechselstuben auf die üblichen Probleme: schlechte Wechselkurse und versteckte Gebühren. Es zahlt sich immer aus einige Wechselstuben zu vergleichen. Der Unterschied fällt oft sehr hoch aus.

Mir ist aufgefallen, dass der Einkaufs- und Verkaufskurs der Wechselstuben oft schlecht angeschrieben ist. Prüfe das immer vorab genau. Falls du dir unsicher bist, dann wechsle zuerst immer nur einen kleinen Betrag und dann mehr.

Das Geld abheben ist in Israel meistens günstiger als das Geld wechseln in einer Wechselstube. Keinesfalls solltest du dein Geld in Israel gleich am Flughafen umtauschen. Die Wechselstuben dort verlangen den schlechtesten Kurs.

Eine Möglichkeit den normalen Gebühren von EC-Karten von 4 bis 6€ zu entgehen, sind Reisekreditkarten. Die meiner Meinung nach besten Konditionen hat derzeit die Genial Visa Card der Hanseatic Bank. Mit ihr fallen dauerhaft keine Jahresgebühren, Fremdautomatengebühren und Fremdwährungsgebühren an.

Hier sind mehr Tipps zum Geld wechseln in Israel.

4. Bankomat in Israel und Geld abheben

Strand in Tel Aviv mit Blick aufs Meer
Strand in Tel Aviv: deine EC-Karte und Kreditkarte funktioniert in Israel.

Israel ist das einzige Land außerhalb von Europa, in dem V Pay und Maestro EC-Karten ohne Freischaltung funktionieren. Bedeutet, du musst deine Karte vor einer Reise nach Israel nicht für das Ausland freischalten lassen.

Geldautomaten stehen in Israel praktisch an jeder Straßenecke. Sie gehören selten zu Banken, sondern sind reine Automaten, die entlang der Straße stehen.

Wichtig ist, dass du beim Geld abheben immer in Schekel abrechnest. Manche Automaten stellen am Ende des Vorgangs die Frage: „In Euro oder in Schekel abrechnen?“. Wähle in dem Fall immer Schekel bzw. die Landeswährung aus, da sonst bis zu 10% zusätzliche Gebühren anfallen können. Der Tipp gilt übrigens für alle anderen Reiseziele der Welt und für das Zahlen mit der Karte.

Hier sind mehr Tipps zum Geld abheben in Israel.

5. EC-Karten und Kreditkarten in Israel

Markt in Israel
Selbst kleine Läden am Basar akzeptieren Kreditkarten

Israel ist ein durch und durch von EC- und Kreditkarten geprägtes Land.

Sogar die Stände im Carmel Market in Tel Aviv akzeptieren EC-Karten und Kreditkarten. Es ist selten, dass du einmal nicht mit Karte zahlen darfst. Geldautomaten findest du in Tel Aviv, Jerusalem und anderen großen Städten auch an allen Straßenecken.

Visa und Mastercard sind in Israel gleichermaßen akzeptiert. Diners Card und American Express funktioniert an weniger Orten.

6. Touristenfallen beim Geld wechseln in Israel

Klagemauer in Jerusalem: in Israel gibt es zum Glück vergleichsweise wenige Touristenfallen.

Israels Wechselstuben sind abseits der autonomen Gebiete relativ gut reguliert. Deswegen gibt es eher wenige Probleme mit den Wechselstuben. Die Klassiker kommen beim Wechseln von Euro in Israel aber auch vor.

  • Wechselstuben: denke daran immer zur Sicherheit vor dem Geld wechseln noch einmal den genauen Wechselkurs zu erfragen. Manchmal ist der Kurs schlecht angeschrieben, zum Beispiel in einer Leuchtreklame mit einem Zettel mit dem tatsächlichen Kurs daneben. Dazu kommen manchmal versteckte Gebühren. Vergleiche die Wechselstuben und wechsle im Zweifelsfall vorab immer nur einen kleinen Anteil deines Reisebudget.
  • Flughafen-Geldautomat und Wechselstuben: die Wechselstuben am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv und Eilat verrechnen den schlechtesten Wechselkurs. Wechsle möglichst nur einen kleinen Betrag oder hebe Geld an Automaten außerhalb des Terminals ab.
  • Manipulation: achte wie zu Hause auf mögliche Manipulationen der Automaten und hebe in dunklen Seitengassen um 2.45 in der Früh selbst in Tel Aviv kein Geld ab.
  • Meide Touristenautomaten: nutze immer die Automaten der israelischen Banken. Touristenautomaten, zum Beispiel von Euronet verlangen zusätzliche Gebühren, die bei israelischen Banken oft nicht anfallen. Das sind die Bank Hapoalim, Bank Leumi, Bank Massad, Bank of Israel, Bank of Jerusalem, Bank Otsar Ha-Hayal, Bank Yahav, First International Bank of Israel, Israel Discount Bank, Postal Bank of Israel, Union Bank of Israel.

7. Geld nach Israel überweisen

Tel Aviv Beach und Hochhäuser
Tel Aviv: das finanzielle Zentrum von Israel am Mittelmeer

Israel nutzt das SEPA Zahlungs-System mit einem 23stelligen IBAN, der mit IL beginnt, zusammen mit einem BIC Code.

Dadurch fallen auf Überweisungen nach Israel weniger Gebühren an und die Transaktion funktioniert schneller.

Leider dürfen Banken trotzdem einen eigenen Wechselkurs zusammen mit Gebühren für die Überweisung von Geld nach Israel festlegen. Besonders kleine Banken ohne ein internationales Netzwerk verrechnen hohe Spesen für Euro-Schekel-Überweisungen.

Vergleiche deswegen vor der Überweisung immer die Kosten deiner eigenen Bank mit denen von internationalen Zahlungs-Services. Meine Empfehlung dafür ist Transferwise, ein Startup an dem Peter Thiel, einer der Gründer von PayPal beteiligt ist.

Die Überweisung von 1.000€ nach Israel kostet bei den meisten deutschen Banken 30 bis 50€, inklusive eines schlechten Wechselkurses. Bei Transferwise zahlst du inklusive Gebühren und dem Wechselkurs weniger als 10€ für eine Überweisung von 1.000€ nach Israel.

8. Ein- und Ausfuhr von Bargeld nach Israel

Eingang der Grabeskirche in Jerusalem
Grabeskirche in Jerusalem: die Einreisebestimmungen und Kontrollen in Israel sind besonders streng!

Die Ein- und Ausfuhr von mehr als 10.000€ aus Deutschland nach Israel musst du am Zoll verpflichtend melden.

In Israel musst du die Ein- und Ausfuhr von mehr als 80.000 Schekel am Zoll melden.

Denke daran, dass meist schon beim Boarding eine ausführliche Sicherheitsbefragung bei Flügen nach Israel stattfindet. Das gilt besonders für die israelischen Fluglinien wie EL AL.

Deswegen solltest du bei hohen Summer immer genaue Informationen haben, weshalb du so viel Geld mitnimmt. Die Sicherheitsbefragung kann sonst deutlich länger als eine Stunde dauern.

Mehr zu den Einreise- und Zollbestimmungen von Israel findest du beim Auswärtigen Amt und auf der Seite des israelischen Zoll.

9. Geschichte des Israelischen Schekel

Jaffa: der älteste Stadtteil von Tel Aviv war schon lange vor der Gründung von Israel ein wichtiger Handelsposten am Mittelmeer.

Schekel ist ein in Vorderasien übliches Gewichtsmaß. Es kommt schon in der Bibel vor, als Abraham Land für ein Grab seiner Frau um 400 Schekel erwarb.

Der „Neue Israelische Schekel“ wurde am 4. September 1985 eingeführt, als Ersatz für den alten Schekel der zwischen 1980 und 1985 galt. Davor war der Israelische Pfund die Währung von Israel.

Staatskrisen in Israel

Der Wechsel vom Israelischen Pfund, auf den „Alten Schekel“ und schließlich den „Neuen Israelischen Schekel“ war wegen der hohen Inflation ab 1980 notwendig.

Der Alte Schekel ersetzte zuerst das Pfund 1:10. Der Neue Israelische Schekel ersetzte fünf Jahre später den alten Schekel im Verhältnis 1:1000

10. Inflation und Geldabwertung

Stadttor von Jerusalem
Stadttor von Jerusalem

Der Wechselkurs des Schekel zum Euro verbessert sich seit inzwischen 15 Jahren durchgehend.

Krisen in den Autonomiegebieten und dem Gaza-Streifen lassen den Kurs meist kurzfristig ansteigen.

Trotzdem ist der Wechselkurs des Schekel von seinem Höchststand im Verhältnis von 1:5,8 im Jahr 2004 auf mittlerweile 1:4 bis 4,4 gesunken.

Israel ist ein Land mit einem hohen Staatsanteil, das dennoch stets technologische Entwicklungen voranbringt. Zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen in Israel gehört die Hochtechnologie, IT-Branche und der Tourismus. Die zunehmenden Devisen-Einnahmen sollten in der Zukunft und ein stabiles Wirtschaftswachstum sollten auch in der Zukunft dafür sorgen, dass der Kurs des Schekel zum Euro steigt.

Fazit zum Geld in Israel

Für eine Reise nach Israel ist der Schekel unumgänglich.

Du brauchst die Landeswährung zwingend um im öffentlichen Verkehr, kleinen Läden um teils um am Eingang von Sehenswürdigkeiten zu zahlen.

Zudem ist der Wechselkurs in Läden, die Euro akzeptieren immer schlechter als in Wechselstuben.

Denke daran, dass am Sabbat vom Freitag-Nachmittag bis Samstag-Abend das öffentliche Leben in Israel still steht. Zu der Zeit haben meist nur arabisch geführte Wechselstuben geöffnet.

Beim Überweisen von Geld nach Israel solltest du immer die Kurse der Banken genau vergleichen. Sie verlangen teils extreme Gebühren, die du umgehen kannst.

Sonst empfehle ich dir noch einmal einen Blick auf die Geldscheine und Münzen in Israel zu werfen. Besonders die 10 Agorot und die 10 Schekel Münzen verwechselst du sonst sehr schnell.

Falls du noch Fragen zum Israelischen Schekel oder dem Geld in Israel allgemein hast, dann schreibe mir eine Nachricht unten in den Kommentaren.

Verwandte Beiträge

Bild: Meronim CC-BY-SA-3.0.

Thomas
Autor

Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

Schreibe einen Kommentar