Aktualisiert 4. August 2020 von Thomas

Kiew ist ein oft übersehenes Reisezielen für eine Städtereise.

Dabei gibt es in der ukrainischen Hauptstadt interessante Sehenswürdigkeiten, die auch noch auf Kiewer Rus aus dem Mittelalter zurückgehen. Das Großreich war der Vorgänger des heutigen Russland, von Weißrussland und der Ukraine.

Dazu kommt die 100km nördlich von Kiew gelegene Tschernobyl-Sperrzone. Die geführten Touren in die Sperrzone fangen fast alle aus Kiew an.

Hier zeige ich dir die schönsten Sehenswürdigkeiten in Kiew und wie du sie am einfachsten siehst.

Ich habe dafür die Sehenswürdigkeiten nach ihrem Standort der Reihe nach sortiert.

1. Goldenes Tor von Kiew

Goldenes Tor in Kiew in der Nacht, Ukraine

Das Goldene Tor war der prächtigste Teil der Stadtmauern von Kiew. Es wurde schon 1027 nach dem Vorbild des Goldenen Tores von Konstantinopel gebaut. Bis in das 18. Jahrhundert war es der Haupteingang in die Stadt.

Heute ist das Goldene Tor ein Museum und der meiner Meinung nach beste Einstieg zu den Sehenswürdigkeiten in der Altstadt von Kiew.

  • Adresse: Volodymyrska St, 40А, Kyiv, Ukraine, 01034
  • Dauer: 1 Stunde (falls du hineingehst).

2. Sophienkathedrale

Sophienkathedrale in Kiew in der Ukraine

Die Sophienkathedrale ist steht nur 5 Minuten vom Goldenen Tor entfernt im Zentrum von Kiew. Die Kathedrale stammt aus dem 11. Jahrhundert. Sie geht noch auf das Großreich des Kiewer Rus zurück. Das Kiewer Rus war das mittelalterliche Vorläuferreich des heutigen Russland, von Weißrussland und der Ukraine.

Zum Areal der Sophienkathedrale gehören Museen, die Kathedrale selbst und der große Glockenturm. Er ist einer der besten Aussichtspunkte auf die Altstadt von Kiew.

3. St. Michaelskloster

Glockenturm und Kirche des St Michaelskloster in Kiew in der Ukraine
Blick vom Glockenturm der Sophienkathedrale auf das St. Michaleskloster.

Das Kloster gegenüber der Sophienkirche ist heute der Hauptsitz der Orthodoxen Kirche in der Ukraine. Es ist eine Rekonstruktion aus dem Jahr 1999. Das Original aus dem 15. Jahrhundert wurde vom kommunistischen Regime unter Stalin 1936 gesprengt.

Zum Kloster gehören: die goldene Torkirche, die Kathedrale, Wohnbauten, die Kirche von Johannes dem Täufer und von einer theologischen Schule genutzte Gebäude. Vor dem Eingang steht ein Denkmal für die Millionen Opfer des Holodomor Genozid in der Ukraine zwischen 1932 und 1933.

Hinter dem St. Michaleskloster ist die Bergstation der Kiewer Funicular (Standseilbahn). Sie verbindet den Stadtteil am Fluss mit der Altstadt auf dem Hügel.

  • Adresse: Triokhsviatytelska St, 8, Kyiv, Ukraine, 01601
  • Dauer: 1 Stunde

4. Andreassteig, Kiew Furnicular & Park am Vlodymyrska Hügel

Andreassteig in Kiew in der Ukraine

Der Andreassteig führt vom St. Michaelskloster aus in Richtung der Unterstadt. Der Steig ist eine der schönsten Straßen in der Altstadt mit gut erhaltenen Häusern, den Pflastersteinen und Prachtbauwerken aus der Jahrhundertwende.

Entlang dem Andreassteig stehen Marktstände mit typischen Souvenirs, Mitbringseln und Essen aus der Ukraine. Zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Straße gehört die St.-Andreas-Kirche, das Schloss Richard Löwenherz, Bulgakow-Wohnhausmuseum und das „Eine-Straße-Museum“. Es zeigt das Leben in den Straßen von Kiew in der Vergangenheit.

5. Ukrainische Küche und gute Restaurants

Draniki Kartoffelpuffer aus der Ukranischen Küche
Kartoffelpuffer

Rund um den Andreassteig gibt es viele Restaurants mit guter ukrainischer Küche. Hier habe ich eine schnelle Liste mit typisch ukrainischen Gerichten und guten Restaurants in der ganzen Stadt, die sie auf der Speisekarte stehen haben.

Zu den Klassikern aus der Ukraine gehörten:

  • Vareniki: Teigtaschen mit einer verschiedenen Füllung. Das Spotykach Restaurant nahe der Sophienkirche macht sie in der Landesfarbe. Es hat auch alle anderen typischen Gerichte aus der Ukraine auf der Speisekarte stehen.
  • Borschtsch: die klassische Suppe aus der Ukraine. Sie stammt nicht ursprünglich aus der russischen Küche, sondern aus der ukrainischen Küche.
  • Kotelett Kiew: paniertes Hähnchenfleisch mit Butter.
  • Kiew Torte: eine typische Torte aus der Hauptstadt.
  • Lemberg (Lwiw) Torte: beliebt im Westen der Ukraine.
  • Kartoffelpuffer: eine beliebte Beilage oder ein ganzes Gericht, zusammen mit Sauerrahm. Probiere sie im Pervak Restaurant.
  • Küche der Krim Tartaren: eine Mischung aus ukrainischen, türkischen und georgischen Essen. Das Musafir Restaurant ist dafür berühmt.
  • Georgische Landesküche: ist seit Stalin in allen Ländern der ehemaligen Sowjetunion verbreitet. Mama Manana ist eine Kette mit guten georgischen Essen in der Ukraine.
  • Kanapa Restaurant: ein Restaurant am Andreassteig mit typischen Gerichte aus der Ukraine, teilweise mit Rezepten aus dem letzten Jahrhundert. Dazu gehört Borschtsch mit Schweineohren, frittiertes Kalbshirn.
  • Milk Bar: Frühstück in Kiew. Reserviere einen Tisch. Es gibt am Wochenende oft eine lange Warteschlange. Die Filiale von der Titka Klara Bäckerei neben der Milk Bar hat gute Take-Away Pierogi.

6. Nationales Historisches Museum der Ukraine

Nationales Historisches Museum der Ukraine in Kiew

Das Nationalmuseum der Ukraine steht im ältesten Teil der Hauptstadt Kiew, gegenüber der St.-Andreas-Kirche am Andreassteig.

Es zeigt die Geschichte der Ukraine von der Steinzeit bis zum heutigen Tag. Es geht speziell auf die Gründung des Kiewer Rus ein, dem Vorläuferstaat der Ukraine aus dem Mittelalter. Ein Besuch im Museum dauert rund eine Stunde. Es zahlt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall aus, weil wenige die frühe Geschichte der Ukraine kennen.

7. Tschernobyl Museum

Alter Rettungswagen vor dem Tschernobyl Nationalmuseum in Kiew, Ukraine

Das Nationalmuseum Tschernobyl steht nahe dem unteren Ende des Andreassteig. Das Museum zeigt die Geschichte hinter der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl. Zur Ausstellung gehören auch Gegenstände aus dem Kraftwerk und der Tschernobyl-Sperrzone. Ein Besuch im kleinen Museum zahlt sich vor einem Ausflug nach Tschernobyl aus. Die Sperrzone ist nur 100km von Kiew entfernt. Mehr dazu kommt noch in einem eigenen Punkt.

Adresse: Provulok Khoryva, 1, Kyiv, Ukraine, 02000

Dauer: 1 Stunde

8. Majdan Platz

Majdan Platz in Kiew, Ukraine

Der „Platz der Unabhängigkeit“ ist seit den Protesten und dem späteren Bürgerkrieg eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in der Ukraine. Der Majdan eigentlich nur ein ganz normaler Hauptplatz, so wie es ihn auch in anderen Ländern gibt. Trotzdem möchten viele den Ort sehen, an dem der Konflikt vor einigen Jahren angefangen hat.

Er ist außerdem zusammen mit den umliegenden Straßen ein guter Ort zum Wohnen während einer Städtereise nach Kiew. Das Hotel Ukraina am Majdan Platz hat eine eigene Geschichte für sich. Es war das exklusivste Hotel während der Sowjetunion in der ukrainischen Hauptstadt. Es trug damals den Namen Hotel Moskau. Heute ist es ein 4 Sterne Hotel mit einem für die Innenstadt guten Preis.

Der Majdan Platz ist auch ein guter Abschluss für den ersten Tag in Kiew. Mehr als die 8 ersten Punkte in meiner Liste gehen sich nicht aus. Der Majdan Platz ist nahe von empfohlenen Restaurants in meiner Liste, die Khreschatyk-Einkaufsstraße endet dort und es gibt am Abend Bars in der Gegend.

9. Oleg Antonov State Aviation Museum

Oleg Antonov State Aviation Museum in Kiew, Ukraine

Das Oleg Antonov State Aviation Museum steht am Stadtrand von Kiew, gleich neben dem Flughafen Igor Sikorski. Du erreichst es aus der Innenstadt am einfachsten mit einem Uber oder Bolt Taxi. Das kostet 5 bis 7€. Alternativ fährt vom Flughafen ein Bus zum Museum. Der Ticketschalter vom Museum akzeptiert momentan nur Bargeld. So wechselst du günstig Euro in Ukrainische Griwna.

Im Museum sind Flugzeuge aus der Vergangenheit der Ukraine ausgestellt. Dazu gehören Doppeldecker-Flugzeuge, sowjetische Langstreckenbomber mit Düsentriebwerken und Propellern, sowjetische Kampfhubschrauber, MIG Kampfflugzeuge und Aeroflot Passagierflugzeuge aus der Zeit der Sowjetunion.

Viele Flugzeuge und Kampfhubschrauber darfst du von innen anschauen.

  • Adresse: Vulytsya Medova, 1, Kyiv, Ukraine, 03048
  • Dauer: 1 Stunde + 1 Stunde für die Hin- und Rückfahrt mit einem Taxi.

10. Mutter Heimat Statue

Mutter Heimat Statue in Kiew in der Ukraine
Die 65m Statue auf einem 40m Sockel ist eines der Wahrzeichen von Kiew.

Die 62m hohe Mutter Heimat Statue erinnert an den Sieg im Zweiten Weltkrieg gegen Deutschland. Im 40m hohen Sockel der Statue befindet sich das Nationale Museum der Geschichte der Ukraine im Zweiten Weltkrieg. Es beschreibt auch den Bürgerkrieg im Osten der Ukraine aus der ukrainischen Sicht.

Zum Areal gehört auch eine Ausstellung mit Panzern, Flugzeugen und Waffen aus der Zeit der Sowjetunion.

Der Park mit der Mutter Heimat Statue steht östlich der Altstadt von Kiew. Du erreichst den Park aus der Altstadt um 2-3€ oder vom Oleg Antonov Museum um 5-7€ mit einem Uber. Die Fahrt mit einem Taxi ist die einfachste Option. Das gilt sowieso für ganz Kiew.

11. Kiewer Höhlenkloster

Kiewer Höhlenkloster mit den Kirchen in der Ukraine

Das Kiewer Höhlenkloster steht gegenüber dem Park mit der Mutter Heimat Statue. Das Kloster ist meiner Meinung nach der beeindruckendste Gebäudekomplex in Kiew. Die Klosteranlage stammt aus dem 12. Jahrhundert. Anfänglich lebten damals Mönche in Höhlen am Hügel oberhalb des Fluss Dnepr. Später kamen Kirchen, Wohngebäude und Museen zur Klosteranlage dazu.

Besuche auf jeden Fall die Höhlen unter dem Kloster.

12. Holodomor Genozid-Museum

Statue eines hungernden Mädchen vor dem Holodomur Genozid Museum in Kiew
8 Millionen Ukrainer sind durch einen absichtlich ausgelöste Hungersnot zwischen 1932 und 1933 gestorben.

Der Holodmor (Tod durch Hunger) ist der am meisten übersehenen Völkermord in Europa. Die Führung der kommunistischen Partei unter Stalin löste 1932 absichtlich eine Hungersnot in der Ukraine aus. Das Ziel war die Unterdrückung von Unabhängigkeitsbestrebungen in der Ukraine. Nach dem Ersten Weltkrieg war das Land schon für einige Jahre selbständig.

Während dem Holodomor wurden alle landwirtschaftlichen Betriebe verstaatlicht. Ihre Produkte wurden von „Roten Zügen“ abtransportiert. Landwirte, die auch nur ein Korn ihrer Ernte für sich behielten, drohte die Todesstrafe oder eine jahrelange Haft in einem Gulag. Die Sowjetunion hat die Grenze zur Ukraine abgeriegelt. Essen wurde an der Landesgrenze konfisziert. Verwandte konnten dadurch ihrer Familie nicht helfen. Es konnte keine Nahrung in die Ukraine von außerhalb transportiert werden.

Millionen Menschen sind durch die staatlich ausgelösten Hungersnot gestorben. Am besten verdeutlicht ein Schild die Lage in der Ukraine in den 30er Jahren: „Es ist moralisch falsch, deine Kinder zu essen!“ Kannibalismus ist ausgebrochen. Eltern haben ihre toten Kinder gegessen. Die Aufarbeitung hat erst nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 angefangen.

Das kleine Holodomor Museum steht neben dem Kiewer Höhlenkloster. Es erzählt die Geschichte des Völkermords.

13. Bunker, Panzer und Kalaschnikow

Panzer in Kiew in der Ukraine
Schieße mit einer Kalaschnikow, fahre mit einem Panzer oder besuche einen Raketensilo aus dem Kalten Krieg.

Du siehst an einem Tag in Kiew mehr Panzer als in 10 Jahren in Deutschland. Kein Scherz. Es stehen überall Relikte aus der Sowjetunion. Die mobile Abschussrampe für Interkontinentalraketen im Bild gehört zu einer kleinen Ausstellung neben der Mutter Heimat Statue.

Mit Getyourguide findest du Führungen zu den Bunkeranlagen unter der Hauptstadt aus dem Kalten Krieg. Ein Besuch in einem Schießstand gehört auch zu den Klassikern in Kiew. Interessanter finde ich persönlich die Bunker in Kiew. Es sind nur wenige Kugeln im Standard-Preis der Schießstände dabei. Du musst ständig etwas nachkaufen. Falls du magst, dann ist auch eine Fahrt mit einem Panzer möglich.

Einzigartig ist ein aufgelassener Raketensilo für Interkontinentalraketen mit Nuklearsprengköpfen außerhalb von Kiew. Die Ukraine hat nach der Auflösung der Sowjetunion alle Atomwaffen an Russland abgegeben. Der Bunker ist seitdem ein Museum. Du darfst im Kommandostand den Abschussknopf drücken. Mehr dazu steht in den Beschreibungen der Touren von Getyourguide.

14. Kuriositäten in Kiew

Museum of Toilet History in Kiew, Ukraine
Museum of Toilet History: die laut dem Guinness Buch der Rekorde größte Sammlung…

Kiew hat eine ganze Sammlung kurioser Orte im Angebot.

Wie wäre es mit einem Besuch im Museum of Toilet History, mit der weltweit größten Sammlung von Toilett-Artikeln? Ein Besuch ist nur mit einer Führung möglich. Sie kostet fünfmal so viel wie der Eintritt in andere Museen in Kiew. Die Bewertungen sind trotzdem alle gut.

Ich kann mich nach wie vor nicht Entscheiden, ob die Führung mit einem der grinsenden Guides eine Touristenfalle oder eine kuriose Sehenswürdigkeit ist. Sie erklären zum Beispiel den Anfang der Toiletten in der Steinzeit, die Toiletten der Azteken und woher der Name Toilette überhaupt kommt…

Das Museum unnötiger Dinge ist ein ähnlicher Ort, der schwer zu verstehen ist. Es zeigt zum Beispiel eine Sammlung alter Russischer Samoware, sowjetisches Propagandamaterial und eine Sammlung von Lenin Büsten.

15. Tschernobyl Sperrzone

Verfallene Schule in Prypjat in der Tschernobyl Sperrzone in der Ukraine

Seit dem Buch Visit Sunny Tschernobyl und der Netflix Serie ist die Sperrzone einer der Hauptgründe für eine Reise nach Kiew.

Fast alle Führungen zur Sperrzone fangen aus Kiew an. Der Kontrollpunkt zur Einfahrt in die Zone ist 100km von Kiew entfernt. Der Klassiker sind die Tagestouren mit der Besichtigung der geheimen Duga-Radaranlage, dem Tschernobyl Kernkraftwerk, der verlassenen Geisterstadt Prypjat und Tschernobyl-Dorf.

Einen Besuch in Tschernobyl kannst du nicht individuell organisieren. Das geht nur mit einer geführten Tour. Ich habe die „Ab Kiew: Tagestour zur Sperrzone von Tschernobyl und Prypjat“ mit Getyourguide gebucht, wegen den guten Bewertungen.

Sie fängt um 7.30 vor der Shevchenko-Universität in Kiew an. Du fährst einschließlich einer kurzen Pause in einer Tankstelle mit einem Kleinbus mit Wlan 2 Stunden zum Dytyatki Checkpoint, dem Haupteingangspunkt in die Sperrzone von Tschernobyl. Dort erhältst du die Erlaubnis für den Eintritt und ein Dosimeter, von dem du nach der Tour ablesen kannst, wie hoch deine individuelle Strahlendosis in Tschernobyl war. Keine Sorge. Es ist sicher. Deine Reiseführer bringen dich nur zu Orten, die okay sind. Denke daran, dass du unbedingt deinen Reisepass mitnehmen musst!

Besuchte Sehenswürdigkeiten in Tschernobyl:

  • Duga Radar: geheime Radaranlage aus dem Zweiten Weltkrieg zur Überwachung von Interkontinentalraketen.
  • Roter Wald: blick aus der Ferne auf den stark verstrahlten Wald und umliegenden Orten mit einer hohen Strahlenkonzentration.
  • Tschernobyl Kernkraftwerk: „Sarkophag“ vor dem Kernkraftwerk mit dem Denkmal
  • Essen: in der Kraftwerkskantine von Tschernobyl. Dort essen auch die Arbeiter, die am Abbau des Kraftwerks arbeiten. Das Essen musst du extra zahlen. Du kannst dir alternativ selbst etwas mitnehmen und dich nur reinsetzen.
  • Prypjat: Spaziergang durch die Geisterstadt in der einmal 50.000 Menschen gelebt haben.
  • Dorf Tschernobyl: Spaziergang durch das Dorf, dass dem Kraftwerk seinen Namen gegeben hat. Darin wohnen heute innerhalb der Sperrzone Kraftwerks-Arbeiter und es gibt zwei kleine Hotels.
  • Rückfahrt: du kommst zwischen 18.00 und 19.00 wieder in Kiew an.

Der Besuch von Tschernobyl dauert den ganzen Tag. Mehr Sehenswürdigkeiten sind deswegen abseits vom Nightlife in Kiew an einem Tag nicht möglich.

Hier ist meine ausführliche Beschreibung der klassischen Tschernobyl Tour.

Mehr mögliche Sehenswürdigkeiten

Bessarabska Markthalle in Kiew in der Ukraine

Hier sind noch mehr mögliche Sehenswürdigkeiten in Kiew, falls du Zeit hast oder noch länger in der Stadt bleibst.

  • Arsenalna Metro Station: die mit 105m tiefste Metro-Station der Welt. Die Fahrt mit dem Aufzug zur Station hinunter kann bis zu 5 Minuten dauern.
  • Statuen: Ukrainer sind sehr abergläubisch. Schau dir Statuen in Kiew einmal genau an. Sie sind voller Spuren von Menschen, die an ihnen gerieben haben. Die Nasen sind oft ganz abgenutzt davon. Das soll Glück bringen.
  • Bessarabska-Markthalle: typisch ukrainischen Lebensmittel und Kaviar.
  • Osokorky Metro Station: geht als eine kleine Kunstgalerie durch.
  • Museum der historischen Kostbarkeiten der Ukraine: Gegenstände aus der alten Ukraine.
  • Nationales Kunstmuseum der Ukraine: Moderne und alte Kunst aus der Ukraine.
  • St.-Nikolaus-Kathedrale: Katholische Kathedrale im Zentrum von Kiew.
  • Denkmal für Wladimir den Heiligen: bedeutendste Fürst des Kiewer Rus, der das Christentum eingeführt hat. Sein Denkmal steht mit einem guten Ausblick im Park hinter dem St. Michaleskloster auf den Fluss.
  • Pirogovo: Freiluftmuseum zur ukrainischen Kultur und Architektur am Stadtrand.

Die wichtigsten Kiew Reisetipps:

Hotel Ukraine in Kiew, Ukraine
  • Transport: es gibt zwei Metro Linien, Busse und die kleinen Marschrutka Busse in Kiew. Vom Flughafen aus fährt ein Shuttlebus in die Innenstadt. Eine Fahrt mit Uber und Bolt ist sehr günstiger. Die Fahrt zwischen zwei Sehenswürdigkeiten kostet mit Uber in Kiew nur 2-3€ mit Uber. Eine Einzelfahrt mit der Metro kostet rund 25 Cent. Mit einem Taxi sparst du eine Menge Zeit. In der Altstadt kannst du viele Orte auch zu Fuß erreichen.
  • Bester Stadtteil: suche nach einem Hotel zwischen dem Majdan Platz und dem Andreassteig. Dadurch erreichst du alle Sehenswürdigkeiten in der Stadt sehr einfach. Prüfen die Bewertungen mit Booking.com und HolidayCheck. Die beiden Seiten haben normalerweise auch den besten Preisvergleich. Es gibt auch gute Airbnb Wohnungen in der Innenstadt.
  • Geld: hier sind meine Tipps zum Wechseln von Euro in Ukrainische Griwna. Du brauchst nicht viel Bargeld, weil fast alle Museen, Restaurants und Läden Kreditkarten annehmen. Meide die Wechselstuben im Flughafen und rund um den Majdan Platz. Sie haben einen sehr schlechten Kurs. Das Geld abheben ist in der Ukraine günstiger. Zahle im Idealfall gleich mit der Karte.
  • Flüge: mit der „Ganzer Monat“ oder der „Günstigster Monat“ Funktion von Skyscanner findest du mit Sicherheit einen Flug unter 100€ nach Kiew. Oft ist ein Flug um weniger als 50€ möglich. Vergleiche zum Schluss den Preis noch einmal mit Momondo. Das holt noch einmal ein paar Euro heraus.

Karte der Sehenswürdigkeiten

Mein Fazit zu Kiew

Kiew gehört meiner Meinung nach zu den am meisten übersehenen Städten in Europa.

Die Stadt hat als ehemalige Hauptstadt des Kiewer Rus eine reiche Geschichte mit mittelalterlichen Prachtbauwerken. Die Relikte aus der Sowjetunion erinnern an den Kalten Krieg, das Kommunistische Regime und das damit verbundenen Leben hinter dem Eisernen Vorhang.

Zusammen mit den Gerichten aus der georgischen Küche und der Küche der Krim-Tartaten hat die Ukrainische Küche ein paar Überraschungen auf Lager.

Du merkst aber auch, dass die Ukraine momentan das ärmste Land in Europa ist. Die Straße von beiden Flughäfen in Kiew Flughafen in die Innenstadt ist sogar voller Schlaglöcher. Dafür sind alle Ausgaben in Kiew günstig. Das gilt auch für die besten Restaurants in der Stadt. Nur organisierte Ausflüge sind auf einem internationalen Niveau.

Kiew ist zusätzlich der Ausgangspunkt für eine Tour zur Tschernobyl-Sperrzone. Das ist seit dem Visit Sunny Tschernobyl Buch und der Serie der Hauptgrund für Reisen in die Ukraine.

Du kannst die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ohne großen Stress in drei vollen Tagen sehen. Zwei Tage würde ich mindestens für Kiew einplanen und einen Tag für den Ausflug nach Tschernobyl.

Falls du zu einer Reise nach Kiew noch eine Frage hast, eigene Tipps oder Erfahrungen teilen möchtest, dann schreibe mir gerne unten in den Kommentaren.

Ich wünsche dir noch eine schöne Reise.

Thomas


Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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