Aktualisiert 23. Mai 2021 von Thomas

Die Landeswährung von Kanada ist der Kanadische Dollar (C$). 

Der Wechselkurs zum Euro ist in den vergangenen Jahren zwischen 1,2 und 1,6 Kanadischen Dollar für einen Euro geschwankt.

Für Reisen ist das Wechseln von Euro in Kanadische Dollar auf jeden Fall notwendig. Euro nehmen in Kanada nur sehr wenige touristische Läden an.

Hier geht es in den nächsten Absätzen um Tipps zum Geld Wechseln, Geld abheben, welche Kreditkarten funktionieren und alle anderen wichtigen Fragen zum Kanadischen Dollar.  

Die Queen ist als Staatsoberhaupt von Kanada auf vielen Geldscheinen abgebildet. Deswegen kann ich hier keine Bilder von Kanadischen Geldscheinen und Münzen teilen.

1. Geldscheine und Münzen in Kanada

Der Kanadische Dollar trägt offiziellen den Namen Canadian Dollar im englischsprachigen Teil von Kanada und Dollar Canadien im französischsprachigen Teil von Kanada. 

Ein Kanadischer Dollar (C$) ist in 100 Cent (¢) eingeteilt.

  • Geldscheine: $5, $10, $20, $50 und $100
  • Dollar Münzen: $1, $2
  • Cent Münzen: 1¢, 5¢, 10¢, 25¢ und 50¢

Die Kanadischen Geldscheine zeigen wichtige Personen aus der Landesgeschichte. Dazu gehört auch Queen Elizabeth II, die nach wie vor das offizielle Staatsoberhaupt von Kanada ist. 

Die Kanadischen Münzen zeigen auf einer Seite Queen Elizabeth II und auf einer Seite nationale Symbole von Kanada. Die Münzen verschwinden zunehmen aus dem öffentlichen Leben. Das gilt vor allem für die 1¢ und 50¢ Münzen. 

Wichtig: Bargeld ist in vielen Provinzen von Kanada nach wie vor eine Notwendigkeit. Das Territorium Yukon ist größer als Deutschland mit nur 36.000 Einwohnern. Das Internet funktioniert dort nicht überall, dementsprechend gibt es oft keine Option, um mit einer Karte zu zahlen. 

Läden in Städten nehmen fast immer Karten zum Zahlen an.

2. Zahlen in Restaurants, Shops und anderen Orten

Restaurants, Cafes und Läden nehmen in den großen kanadischen Städten fast immer Kreditkarten an. Girokarten sind in Kanada wie in den USA nicht üblich. 

Bargeld ist im Fall von Reisen auf das Land in Kanada auf jeden Fall zur Sicherheit notwendig.

In den Nationalparks von Kanada ist Bargeld oft das einzig mögliche Zahlungsmittel. Dasselbe gilt für kleine Läden entlang den Straßen von Kanada.

Denke im Idealfall an eine funktionierende Kreditkarte für eine Reise nach Kanada und packe im Fall von Rundreisen ausreichend Bargeld in Kanadischen Dollar ein. Euro nehmen in Kanada keine Läden an. 

Zahlen: Kanadische Läden dürfen jegliche Art von Geldscheinen, Münzen und Karten ablehnen. 

In Toronto findest du ausreichen viele Wechselstuben. Rechne damit auf keinen Fall im Rest von Kanada.

3. Geld wechseln in Kanada (Exchange)

Das Wechseln von Euro in Kanadische Dollar ist in Kanada günstiger als in Deutschland. Das ist sowieso eine international gültige Regel: "Wechsle Währungen immer im Herkunftsland, als in diesem Fall Kanada". 

Deutsche Banken müssen Kanadische Dollar erst importieren, auf Lager halten und verteilen. Das kostet Geld. Euro nimmst du selbst nach Kanada mit. Das ist günstiger.

Eine Wechselstube (Exchange) findest du in den großen kanadischen Städten relativ einfach mit Google Maps. Sie stehen aber nicht wie in manchen europäischen Städten überall nahe den Sehenswürdigkeiten. Banken wechseln nahe Touristenattraktionen manchmal auch Geld.

Der Wechselkurs weicht meistens einige Prozentpunkte vom aktuellen Marktpreis ab. Eine eigene Gebühr (Fee) für das Geld wechseln haben wenige Wechselstuben in Kanada.

Zusätzliche Gebühren verlangen am ehesten Exchanges im Flughafen, Bahnhof und Häfen. Sie haben meist auch einen um mehrere Prozente schlechteren Kurs als im Zentrum. 

Denke außerdem daran, dass es sehr wenige Wechselstuben auf dem Land in Kanada gibt.

Weiterlesen: Mehr dazu steht in meinem Guide zum Wechseln von Euro in Kanadische Dollar.

Damit am Weg zum nächsten Nationalpark das Geld nicht ausgeht: V-Pay Girokarten funktionieren nur in der EU und einigen Nachbarländern!

4. Girokarten funktionieren in Kanada nicht!

Girokarten sind eine europäische Lösung. Das gilt speziell für V-Pay Girokarten von Visa.

Sie funktionieren nur in der EU und einigen Nachbarländern.

Maestro Girokarten von Mastercard sind für den Einsatz außerhalb der EU oft von den Banken gesperrt. Prüfe vor eine Reise, ob eine Freischaltung vonseiten deiner Bank notwendig ist. Abhängig von deiner Bank ist eine Freischaltung mit einer Hotline, im Online-Banking, der App oder direkt in der Filiale möglich. 

Es gibt aber keine Sicherheit, dass kanadische Geldautomaten und Kartenlesegeräte Maestro Girokarten annehmen.

Wichtig! Für eine Reise nach Kanada empfehle ich zumindest eine echte Kreditkarte von Visa oder Mastercard. Sie haben die höchste Akzeptanzrate. Die Alternative dazu ist eine Debit Kreditkarte von Visa oder Mastercard. Sie funktionieren wie eine Girokarte. 

Kanadische Geldautomaten sind okay. Rechne immer alle Transaktionen in Kanadischen Dollar ab!

5. Geld abheben in Kanada

Kanadische Geldautomaten verlangen selten eine eigene Automatengebühr.

Die meisten Spesen kommen von deiner eigenen Bank. Deutsche Banken verlangen für das Geld abheben im Ausland meistens eine Fremdwährungsgebühr oder Auslandseinsatzgebühr zwischen 1 und 4 % und eine Geldautomatengebühr zwischen 4 und 10 €. 

Es gibt ausreichend viele Reisekreditkarten ohne eine eigene Geldautomatengebühr, ohne Fremdwährungsgebühr und ohne eine Auslandseinsatzgebühr.

Vergleiche nach Möglichkeit immer die Konditionen von deinen Karten. Ich erinnere an der Stelle noch einmal daran, dass die meisten Girokarten in Kanada nicht funktionieren.

Weiterlesen: Mehr dazu steht in meinem Guide zum Geld abheben in Kanada ohne Gebühren.

Kanadische Hotels verlangen wie in den USA gerne eine Kreditkarte mit einem Rahmen als Kaution!

6. Zahlen mit Kreditkarten in Kanada

Kanadische Hotels verlangen wie in den USA gerne eine Kaution mit einer Kreditkarte von ihren Gästen. Dasselbe gilt für die Anmietung von Wohnwägen und Autos in Kanada. 

Eine Kreditkarte sollte deswegen nach Möglichkeit für eine Reise nach Kanada einen ausreichend hohen Verfügungsrahmen haben.

Die Kreditkarten mit der höchsten Akzeptanzrate in Kanada sind die Marktführer Visa und Mastercard. Die Karten haben in der Regel auch den besten Wechselkurs zwischen dem Kanadischen Dollar und dem Euro. Er weicht meistens nur 0,5 % vom echten Marktpreis ab. 

American Express Kreditkarten haben einen schlechten Wechselkurs und in Deutschland ausgestellt,  zumindest immer eine Fremdwährungsgebühr. Zum Zahlen im Ausland sind sie deswegen keine Empfehlung. Dasselbe gilt für Kreditkarten von Diners Card. 

Es gibt momentan Kreditkarten ohne eine Fremdwährungs- und Fremdautomatengebühr nur von Visa und Mastercard.

Meine Empfehlung ist aktuell die Genial Visa Card von der Hanseatic Bank. In meinem Vergleich der momentan besten Reisekreditkarten steht die Genial Card auf dem ersten Platz. 

Die Hanseatic verlangt keine Jahresgebühr, keine Fremdwährungs- und keine Fremdautomatengebühr. Die Abrechnung des Rahmens von maximal 2.500 € ist auf Einstellung in der App zu 100 % automatisch ohne einen Kontowechsel zur Hanseatic möglich.

Kanada ist ein grundsätzlich was die Menschen angeht sicheres Reiseland. Die größte Gefahr ist die Natur in den Weiten von Kanada. 

7. Touristenfallen in Kanada

Kanada ist ein vergleichsweise sicheres Reiseziel. 

Dein größer Feind ist die Natur. Es gibt trotzdem einige Probleme, die auch in Kanada dort vorkommen, wo es Touristen gibt.

Hier gehe ich schnell auf die häufigsten internationalen Touristenfallen in Kanada im Zusammenhang mit dem Geld ein.

  • Dynamic Currency Conversion (DCC): Rechnest du außerhalb der Euro-Zone an einem Geldautomaten oder Kartenlesegerät mit Euro ab, gibst du dem Betreiber des Automaten das Recht, den Wechselkurs festzulegen. Er weicht meistens 4 bis 12 % vom guten Kurs von Visa und Mastercard ab. Das ist meiner Meinung nach die häufigste Touristenfalle der Welt. Restaurants, Cafes und Online-Shops erhalten dafür eine Provision. 
  • Wechselgebühr: Die Exchange schreibt No Fee an? Frage zur Sicherheit trotzdem vor dem Wechseln von Euro in Kanadische Dollar noch einmal nach.
  • Flughafen: Die Wechselstuben in Flughäfen sind ein internationales Problem. Das gilt auch für die Exchanges in den kanadischen Airports. Der Kurs ist oft mehr als 20 % schlechter als in der Stadt. Hebe lieber Geld im Flughafen ab und achte genau auf die DCC.

Umsatzsteuer: Kanadische Läden schreiben wie in den USA oft keine Umsatzsteuer auf den angeschriebenen Preis an. Das halten manche zuerst für eine Touristenfalle. Das ist in Kanada normal. Es gibt in ganz Kanada eine Goods and Services Tax (GST) von 5 %. In einigen Provinzen (nicht Territorien), kommt eine Provincial Service Tax (PST) zwischen 5 und 10 % dazu. 

Intermediärbanken machen transatlantische Überweisungen teuer. Es gibt Alternativen zu den gängigen langsamen SWIFT Überweisungen.

8. Auslandsüberweisungen nach Kanada

Auslandsüberweisungen nach Kanada sind teuer.

Die Überweisung von 250 € auf ein Konto in Kanada kann leicht Kosten von mehr als 50 € verursachen.

Die Kosten von Auslandsüberweisungen entstehen aus einer Kombination von mehreren Faktoren. Deine eigene Bank hat meistens eine Grundgebühr für Auslandsüberweisungen. Sie macht in der Regel mehr als 10 € aus. Für höhere Beträge verlangen deutsche Banken gerne einen prozentualen Anteil der Überweisung. 2 % sind dafür üblich. 

Banken legen zusätzlich den Wechselkurs zwischen dem Euro und dem Kanadischen Dollar selbst fest. Der Kurs der Banken weicht meistens 2 % vom echten Marktpreis ab.

Dazu kommen noch die Kosten von Intermediärbanken. Sehr wenige deutsche Banken können Geld direkt nach Kanada überweisen. Sie benötigen dafür die Dienste von sogenannten Intermediärbanken (Zwischenbanken / Korrespondenzbanken). 

Jede an einer Transaktion beteiligte Bank verlangt noch einmal eine Gebühr im Bereich von 15 bis 25 €. Die Entgeltoptionen OUR, BEN und SHA machen Überweisungen zusätzlich intransparent. Sie legen fest, ob der Sender oder Empfänger die Kosten trägt oder ob sie aufgeteilt werden. 

Weil vorab nie sicher ist, wie viele Intermediärbanken an einer Überweisung nach Kanada beteiligt sind, ist eine Berechnung der Gesamtkosten vorab im Fall von BEN und SHA schwierig.

Zusätzlich ist die maximale Dauer von Auslandsüberweisungen nach Kanada nicht gesetzlich geregelt wie innerhalb der EU. Überweisungen dauern dadurch schnell mehr als eine Woche. 

PayPal ist auch keine Lösung. Sie legen den Kurs selbst fest. Das gilt für private und geschäftliche Überweisungen.

Die einfachste Lösung abseits von einem VIP-Konto einer internationalen Bank sind Zahlungsdienstleister für Auslandsüberweisungen. Meine Empfehlung ist Wise (vormals Transferwise). Dahinter steht Peter Thiel, einer der Gründer von PayPal, der nach dem Verkauf von PayPal in den internationalen Zahlungsdienstleister zuerst investiert hat. 

Wise wechselt Währungen mit dem echten Marktpreis und nur einem kleinen Aufschlag. Die Überweisung von 250 € nach Kanada kostet mit Wise meistens weniger als 10 € und kommt am nächsten Tag an.

Die genauen Kosten siehst du ohne Anmeldung transparent auf der Startseite von Wise mit dem Währungsrechner. 

Ich habe hier ein ausführliches Review mit Erfahrungen mit Wise (Transferwise) geschrieben.

Mehr dazu: Der komplette Guide zu Auslandsüberweisungen nach Kanada!

Kanada erlaubt momentan die Mitnahme von 10.000 Kanadischen Dollar ohne Zollanmeldung.

9. Einfuhr und Ausfuhr von Bargeld nach Kanada (Zoll)

Die Einfuhr von Zahlungsmitteln mit einem Wert von mehr als 10.000 Kanadischen Dollar ist in Kanada meldepflichtig.

Private Pakete sind bis zu einem Wert von $20 CAN (Kanadische Dollar) zoll- und steuerfrei. Die Pakete müssen deutlich als Geschenk gekennzeichnet sein. Bringe zusätzlich eine Zollinhaltserklärung auf dem Paket an. 

Mehr steht dazu auf der Länderseite von Kanada auf Auswaertiges-Amt.de.

Die Canada Border Services Agency (CBSA) teilt auf ihrer Webseite Cbsa-asfc.gc.ca darüber hinaus Informationen zur Einreise. Die Botschaften, Behörden und Konsulate von Kanada können alleine rechtsverbindliche Aussagen zur Ein- und Ausfuhr von Währungen geben.

Kann ich in Kanada mit Euro zahlen? Nein. Das geht sehr, sehr selten.

10. FAQ (Häufige Fragen) zum Kanadischen Dollar

Wo soll ich in Kanada Geld wechseln?

Meide Wechselstuben in kanadischen Flughäfen. Ihr Kurs ist wie in allen anderen Ländern im Vergleich zu normalen Wechselstuben und Banken in der Stadt deutlich schlechter. Denke daran, dass kleine Banken während Roadtrips selten Geld wechseln. Zahle im Idealfall gleich mit einer Kreditkarte. 

Soll ich schon in Deutschland Kanadische Dollar wechseln?

Das Wechseln von Euro in Kanadische Dollar ist in Kanada günstiger als in Deutschland. Deutsche Banken müssen Kanadische Dollar erst importieren, verteilen und auf Lager halten. Dadurch fallen Kosten an. In Kanada sind Kanadische Dollar schon da. Euro haben Kunden von Wechselstuben selbst dabei. 

Funktionieren in Kanada alle Girokarten?

V-Pay Girokarten funktionieren nur in der EU und einigen Nachbarländern. Die Freischaltung von Maestro Girokarten ist abhängig von der Bank für Reisen nach Kanada oft notwendig. Kanadische Mietwagenhändler und Hotels verlangen oft eine Kreditkarte mit einem Verfügungsrahmen als Kaution. Für eine Reise nach Kanada empfehle ich deswegen dringend eine Kreditkarte von Visa oder Mastercard mit einem Rahmen. Die beiden Kreditkarteninstitute haben die höchste Akzeptanzrate in Kanada. 

Wie überweise ich Geld nach Kanada?

Auslandsüberweisungen nach Kanada sind mit dem Online-Banking von vielen Banken in Deutschland möglich. Dafür ist der vollständige Name des Empfängers in Kanada, Institutionsnummer der Bank (3 Ziffern), Transitnummer (5 Ziffern) und Kontonummer (7-12 Ziffern ohne keine Leerzeichen) notwendig. Für Überweisungen nach Kanada gibt es keine maximale gesetzliche Ausführungsdauer. Gebühren von 50 € für eine Überweisung von nur 250 € sind möglich. Ich empfehle deswegen dringend den Vergleich der Konditionen von Banken mit Dienstleistern für Auslandsüberweisungen. Einsparungen von mehr als 80 % sind dadurch einfach möglich.

Vancouver: Zahle im Idealfall gleich mit einer Karte in Kanada. Das ist schlussendlich die günstigste Lösung für eine Reise.

Fazit zum Geld in Kanada

Der Kanadische Dollar ist eine der wichtigsten Währungen der Welt.

Momentan rangiert er im Handelsranking weltweit auf dem sechsten Platz.

Trotzdem ist das Wechseln von Euro in Kanadische Dollar in Deutschland sehr teuer. Die Landeswährung von Kanada ist aber für eine Reise nach Kanada zwingend notwendig.

Wechsle das Geld deswegen ersten in Kanada, zahle im Idealfall direkt mit einer Karte und packe für Reisen außerhalb der Städte ausreichend Bargeld ein.

Kreditkarten werden zwar fast überall akzeptiert. Sicher ist trotzdem sicher.

Zahle in Kanada außerdem alle Transaktionen mit Geldautomaten und Kartenlesegeräten in der Landeswährung. Rechnest du in Euro ab, können hohe zusätzliche Gebühren anfallen.

Falls zum Schluss noch eine Frage zum Geld in Kanada, dem Kanadischen Dollar als Währung offen ist oder du noch eigene Erfahrungen teilen möchtest, dann schreibe mir gerne unten in den Kommentaren.

Ich wünsche dir abschließend noch eine schöne Reise nach Kanada. 

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Thomas


Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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