​Aktualisiert 6. Mai 2020 von Thomas​​

Überweisungen in die USA sind teuer.

Der Hauptgrund dafür ist der Wechselkurs zwischen dem Euro und dem Dollar.

Dazu kommen die Gebühren der Banken. Die deutschen und amerikanischen Universalbanken (Vollbanken) schlagen dabei besonders zu.

Eine 1.000€ Überweisung verursacht leicht Kosten von mehr als 50€.

Hier stelle ich gute Möglichkeiten vor, wie du schnell, günstig und mit einem guten Wechselkurs Geld in die Vereinigten Staaten überweisen kannst.

Wie kann ich günstig Geld in die USA überweisen?

Deutsche Universalbanken, also die typische Hausbank, können oft nur Euro direkt in die USA überweisen. In dem Fall darf die Empfängerbank den Kurs festlegen, einschließlich Gebühren. USA-Banken verlangen gerne 1-2% der Zahlungssumme als Gebühr für internationale Zahlungseingänge. Das ist keine gute Option.

Eine andere Version ist der Versand von Dollar in die USA mit einer Korrespondenzbank als Zwischenstelle. Dadurch fallen meistens Gebühren von deiner eigenen Bank und der Korrespondenzbank an. Das erhöht wiederum die Kosten.

Beide Optionen sind schlecht.

Zur Aufteilung der Gebühren gibt es im Online-Banking die Auswahl zwischen:

  • BEN: Empfänger zahlt alle Kosten.
  • SHARE: Sender und Empfänger teilen sich die Kosten.
  • OUR: Sender zahlt alle Kosten.

Die höchsten Kosten entstehen am Ende durch den Wechselkurs. Ein 1% schlechterer Kurs mit 2% Fremdwährungsgebühr verursacht auf 1.000€ gerechnet alleine 30€ an Kosten.

Vergleiche die Kosten mit internationalen Finanzdienstleistern und Spezialbanken.

Der Kurs der deutschen Universalbanken immer noch der größte Preistreiber. Internationale Überweisungen gehören nicht zu ihrem Kerngeschäft.

Auf Überweisungen sind Spezialbanken internationale Finanzdienstleister spezialisiert. Sie schlagen VIP-Konditionen von deutschen Universalbanken.

Meine Empfehlung ist Transferwise. Dahinter steht Peter Thiel, einer der Gründer von Pay Pal, als erster Investor.

Transferwise wechselt Euro in US-Dollar mit dem echten am Markt gebildeten Wechselkurs ohne einen Aufschlag (Mid-Market-Rate bzw. Devisenmittelkurs). Das ist der fairste Kurs, mit dem zwei Handelspartner Euro in US-Dollar wechseln können.

Die genauen Kosten siehst du ohne eine Anmeldung auf der US-Dollar Startseite von Transferwise. Gib einfach ein, wie viel US-Dollar ankommen sollten oder wie viel Euro überwiesen werden.

Wähle danach noch zwischen einer Preiswert-Überweisung oder einer Schnellüberweisung aus. Das Geld kommt im Schnitt am nächsten Werktag auf dem Konto in den Vereinigten Staaten an.

Die gesamten Gebühren sind kleiner als 10€ auf 1.000€ gerechnet, weil Transferwise das Geld mit dem richtigen Kurs wechselt. Dadurch entsteht kein Verlust. Das Geld kommt in Schnitt am nächsten Werktag an.

Die erste Überweisung ist mit Transferwise immer kostenlos. Auch danach schlägt Transferwise VIP-Konditionen der großen Banken aus den USA und aus Deutschland.

Günstiger geht es nicht.

Wie funktioniert eine Überweisung in die Vereinigten Staaten mit Transferwise genau?

Infografik mit einer Bschreibung wie das Geld wechseln per Transaktion ins Ausland funktioniert.
Grafik: So funktioniert eine Überweisung mit Transferwise.

Der vollständige Name, die vollständige Adresse, die Kontonummer und die Routing Number (ABA) des Empfängers ist für eine Überweisung notwendig.

Bei Privatpersonen ist der Vor- und Nachname notwendig. Schreibe die Namen in lateinischen Buchstaben.

Amerikanische Kontonummer bestehen immer aus Zahlen. Ihre Länge hängt von der Bank ab. Die Routing Number ist 9-stellig. Hier ist eine Anleitung, wie du die Routing Number des Empfängers findest.

Die erste Überweisung dauert einschließlich der Anmeldung rund 5 Minuten.

  • Gehe zur Startseite von Transferwise und gib ein, wie viel Euro überwiesen werden oder wie viel US-Dollar ankommen sollen und folge den Schritten.
  • Transferwise hat ein Konto in der EU in Euro und ein Konto in US-Dollar in den Vereinigten Staaten.
  • Du überweist Geld auf das in Euro geführte Konto. Transferwise wechselt intern Euro in US-Dollar mit dem echten Kurs und leitet die Information an das in US-Dollar geführte Konto in den Vereinigten Staaten weiter.
  • Transferwise überweist das Geld vom US-Dollar Konto an die Empfängerbank. Es sind alle Zahlungsinformationen (Zahlungsreferenz) enthalten. Das Geld kommt in der Regel in einem Werktag an.

Dadurch gibt es in der Realität nur zwei nationale Überweisungen. Es entstehen keine Gebühren für den internationalen Zahlungsverkehr. Große internationale Banken überweisen ihr Geld gleich. Nur verlangen sie dafür unverschämte Gebühren.

Die Eingabe der Überweisung funktioniert so einfach wie eine Online-Bestellung.

Transferwise akzeptiert Überweisungen und Kreditkarten als Geldeingang. Ich empfehle Überweisungen, weil Kreditkarten manchmal eine eigene Gebühr verlangen können.

Hier ist der Link zur ersten kostenlosen Überweisung in die Vereinigten Staaten.

Wie kann ich laufend günstig Geld in die Vereinigten Staaten überweisen?

Wall Street in New York in den USA

Für laufende Überweisungen kann sich ein Multi-Währungs-Konto von einer Spezialbank auszahlen. Ihre Gebührenstruktur schlägt mittlerweile fast alle VIP-Konditionen der großen Universalbanken in Deutschland und in den USA.

Das Konto sollte einen IBAN für Überweisungen in der EU und eine Routing Number für Überweisungen in den USA haben, damit es vollständig funktioniert.

Konto in den USA in US-Dollar eröffnen

Die einfachste Lösung für eine private und geschäftliche Nutzung ist das kostenlose Borderless Multi-Währungs-Konto von Transferwise. Zum Konto gehört ein EU-Konto mit einem IBAN und ein US-Konto mit einer Kontonummer und einer Routing Number. Die Verwaltung, der Zahlungseingang und Überweisungen von Euro, Dollar und mehr als 50 Währungen ist damit möglich.

Die zum Konto gehörende gebührenfreie Debit Kreditkarte ist momentan eine der besten Reisekreditkarten, weil Transferwise das Geld mit dem echten Marktpreis wechselt.

Zum Einsammeln von Zahlungen aus den USA ist Payoneer eine gute Möglichkeit. Das Konto können Privatpersonen und Firmen eröffnen. Es ermöglicht die Verwaltung von mehreren Währungen und hat eine eigene Kontonummer und Routing Number.

Revolut ermöglicht auch die Verwaltung von US-Dollar und mehr als 20 anderen Währungen. Das Konto zahlt sich meiner Meinung nach mehr für große Unternehmen aus und ist nicht so gut auf die USA spezialisiert.

Meine erste Empfehlung für Privatkunden ist auf jeden Fall Transferwise. Unternehmen sollten zuerst einmal Transferwise oder Payoneer probieren.

Konto von einer Vollbank (Universalbank) in den USA

Für Privatkunden ist die Eröffnung mit einer Vollbank in den USA möglich. Dafür ist eine Anreise in die USA fast immer notwendig.

Es gibt sehr viele Einwanderer in den USA ohne Papiere und ohne einen Aufenthaltstitel. Alleine deswegen haben sich die Banken in den Vereinigten Staaten Lösungen dafür ausgedacht.

Die amerikanischen Banken handhaben das aber sehr unterschiedlich. Sobald eine Bank solchen Konten zu leicht eröffnet und es überall im Internet steht, schränken sie die Option ein. Klar. Sie haben eigentlich Prüfpflichten.

Falls du nach einem Konto suchst, dann schreibe mir eine Nachricht. Ich kann dir einen aktuellen Kontakt weiterleiten.

Für ein erstes Firmenkonto, zum Beispiel mit einer Remote eröffneten LLC , ist Transferwise die einfachste Möglichkeit ohne eine Einreise in die Vereinigten Staaten. Die Agenturen zur Einrichtung der Firmen haben meistens auch Partner zur Eröffnung von lokalen Konten. Rechne mit einem mittleren dreistelligen Preis für die Konteneröffnung.

Die Deutsche Bank hat auch eine Filiale in den USA. Das ist eine Option für große Geschäftskunden. Alternativ ist eine Vermittlung deiner Bank zu einer Partnerbank in den USA möglich. Frage nach, ob es eine Verbindung gibt. Das haben aber nur die größten deutschen Banken.

Ist Pay Pal und Western Union eine gute Alternative zu normalen Überweisungen?

Nein. Pay Pal wechselt Euro in US-Dollar mit einem selbst festgelegten Wechselkurs. Dazu kommen Gebühren, die sich in den Nutzungsbedingungen verstecken. Für Firmenkunden kommen meistens noch zusätzliche Kosten dazu.

Western Union funktioniert zwischen der EU und den USA. Inzwischen ist der Auftrag einer Überweisung mit Western Union online möglich. Die Gebühren sind dafür sehr hoch. Sie verwendet einen selbst festgelegten Wechselkurs, der oft um 5% abweicht. Verwende Western Union nur im Notfall, falls nichts anderes mehr geht.

Fazit zu Überweisungen in die USA

Eingang der New York Stock Exchange in den USA

Universalbanken in den USA haben meistens höhere Gebühren als deutsche Banken.

Direkte Überweisungen können viele kleine Banken aus Deutschland, Österreich und der Schweiz in die Vereinigten Staaten nicht ausführen. Durch Korrespondenzbanken als Zwischenstellen fallen zusätzliche Kosten an.

Das verursacht zusammen mit dem selbst festgelegten Kurs der Banken zwischen dem US-Dollar und dem Euro hohe Kosten. Mehr als 50€ Gebühren für eine 1.000€ Überweisung sind normal. Dazu kommt noch die Überweisungsdauer.

Vergleiche deswegen möglichst immer die Konditionen deiner Hausbank mit Finanzdienstleistern und Spezialbanken. Es lassen sich leicht 80% der Kosten sparen. Eine Überweisung kann auch in einem Werktag abgeschlossen sein, anstatt nach einigen Tag.

Internationale Überweisungen gehören sind nicht das Kerngeschäft der großen Banken. Halte dich an die Spezialisten. Hier sind noch Tipps zum Wechseln von Euro in US-Dollar, als eine Alternative.

Das spart auf Dauer sehr viel Geld.

Falls du noch eine Frage zu Überweisungen in die USA hast, zu Transferwise oder eigene Erfahrungen Teilen möchtest, dann schreibe mir gerne unten in den Kommentaren.

Haben für dich alle Überweisungen bisher gut funktioniert oder gab es Probleme?

Thomas


Hi. Hier teile ich meine Tipps, Erfahrungen und Erlebnisse aus der ganzen Welt. Besonders wichtig sind mir nützliche Reisetipps für müheloses Reisen.

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